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Schüler setzen deutliches Zeichen

Schüler setzen deutliches Zeichen

Nalbach. Rund 350 Schülerinnen und Schüler bildeten am Donnerstag in der Litermonthalle eine überzeugende Kulisse gegen Rassismus. Dazu gehören auch Unterschriften von rund 95 Prozent aller an der ERS Nalbach tätigen Personen als Zeichen gegen Intoleranz. Damit ist die ERS Nalbach nun die 22. saarländische "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Nalbach. Rund 350 Schülerinnen und Schüler bildeten am Donnerstag in der Litermonthalle eine überzeugende Kulisse gegen Rassismus. Dazu gehören auch Unterschriften von rund 95 Prozent aller an der ERS Nalbach tätigen Personen als Zeichen gegen Intoleranz.Damit ist die ERS Nalbach nun die 22. saarländische "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Die Urkunde überreichte der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Burkhard Jellonnek. Zu der Feierstunde begrüßten Schülerinnen und Schüler der ERS in 14 Sprachen, darunter kurdisch, thailändisch und russisch, die anwesenden Politiker, Lehrkräfte und Eltern.

Als "besonderen Tag für uns" bezeichnete Schulleiterin Irmtraud Euteneuer diesen Donnerstag. Für "ein Ja zum friedlichen Miteinander" müssten die Kinder stark gemacht werden, betonte Euteneuer. Damit sie selbst einstehen für Demokratie und Freiheit. Dies hält auch Bildungsminister Klaus Kessler für eine wichtige Aufgabe und verwies auf die Ziele des Koalitionsvertrages. Der sieht vor, dass bis 2020 alle weiterführenden Schulen im Saarland Schulen ohne Rassismus sein sollen. Nach zwölf im Jahr 2009 gebe es jetzt bereits 22. "Wenn das in diesem Tempo weitergeht, können wir das Ziel erreichen."

Mit einer Gedenkminute wurde dem in der Nacht zum Donnerstag verstorbenen Auschwitz-Überlebenden Alex Deutsch gedacht. Als Zeitzeuge hatte er auch die Schüler der ERS Nalbach beeindruckt.

Für Landrätin Monika Bachmann wünschte die Beigeordnete Esther Woll, dass noch viele weitere Schulen folgen werden. Nalbachs Bürgermeister Patrik Lauer verwies auf die Bedeutung der Vereine zur Integration von Mitbürgern. Denn "wir wollen eine Gemeinde sein, in der sich alle wohlfühlen können".

Patin der Nalbacher "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist die Landestrainerin im Frauenfußball, Margret Kratz. Die starke Präsenz der Schülerinnen und Schüler schuf bei ihr eine "Gänsehaut-Atmosphäre".