Peter Lehnert will Bürgermeister in Nalbach bleiben

Bürgermeisterwahl in Nalbach : „Der Begriff Heimat ist ein Leitmotiv“

Peter Lehnert will Bürgermeister in Nalbach bleiben.

Lebenslanges Lernen ist für den Nalbacher Peter Lehnert der Schlüssel zum Erfolg. 2012 hatte der Friseurmeister und Grünen-Mitglied sein Amt als parteiloser Bürgermeister der Gemeinde angetreten. Seitdem hat sich viel entwickelt. „Ein paar Gesellenstücke sind da“, betont Lehnert. So habe man die Flüchtlingskrise „mit Bravour“ gemeistert. Außerdem sei Nalbach als Null-Emissionskommune eine Modellkommune für Nachhaltigkeit, die Kulturarbeit sei sehr breit aufgestellt, die Erneuerung der Dorfmitte auf dem Weg und die Finanzen hätten sich keinesfalls verschlechtert.

Zeitraubende Baustellen gibt es in Nalbach aber auch. So läuft immer noch der Prozess um den unterhöhlten Kindergarten. Wegen Baumängeln an der Schule setzt sich die Gemeinde derzeit ebenfalls gerichtlich auseinander. Lehnert hätte hier gerne den Neubau eines Traktes (3,2 bis 3,8 Millionen Euro). Weil das finanziell derzeit nicht darstellbar ist, läuft es wohl auf einen Umbau mit einem Volumen von 1,7 Millionen hinaus.

Peter Lehnert hat in und für Nalbach noch viel vor. Nach den Gesellenstücken soll das neue Gewerbegebiet, die Primsaue II, ein Meisterstück werden. Weil die Gemeinde kaum noch Flächen zur Verfügung hat, will Lehnert hier den Auswahlprozess der anzusiedelnden Gewerbe steuern. „Das muss zur Gemeinde passen“, sagt er.

Insgesamt will Lehnert die Entwicklung zusammen mit den Gremien und einer gut aufgestellten Verwaltung voranbringen. Was sich die Bürger von ihrem Verwaltungschef erhoffen, hat er in einer eigens konzipierten Umfrage per Briefbogen und online zu ermitteln versucht – das Ergebnis sei repräsentativ über die Gemeindeteile und über die Zahl der Einwohner. In vielen Punkten, die ihm persönlich wichtig sind, sieht sich Peter Lehnert bestätigt. „Heimat ist ein Leitmotiv“, hat die Auswertung unter anderem ergeben. Die Menschen schätzen das dörfliche Miteinander. Beim Bürgermeister ist ihnen Transparenz wichtig und, wenn auch im direkten Bezug auf die Person Lehnert, seine parteipolitische Unabhängigkeit. Schlagworte sind: Familienfreundlichkeit, Sauberkeit, Selbstständigkeit der Gemeinde, Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer und die gemeinsame Nutzung des öffentlichen Raumes. „Das wird mein Arbeitsprogramm“, betont Lehnert. Außerdem sind ihm Hochwassermanagement, schnelle Internetverbindungen und der Ausbau des Mobilfunks wichtig. Früh hatte er angekündigt, weiter gegen Grubenflutungen vorzugehen. „Das mache ich nicht, um mich zu profilieren, sondern um die Heimat zu schützen.“ Dazu gehört auch, weiter für Strukturhilfen aus Berlin zu kämpfen. „Ich würde meine Arbeit gerne fertig machen“, sagt er.

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