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Null-Emissions-Gemeinde Nalbach

Null-Emissions-Gemeinde Nalbach

Piesbach. "Eine anspruchsvolle Aufgabe" geht Nalbach mit dem Konzept für eine "Null-Emissions-Gemeinde" an. Darauf verwies Bürgermeister Patrik Lauer am Sonntagvormittag auf der Energiemesse in der Piesbacher Kirchberghalle

Piesbach. "Eine anspruchsvolle Aufgabe" geht Nalbach mit dem Konzept für eine "Null-Emissions-Gemeinde" an. Darauf verwies Bürgermeister Patrik Lauer am Sonntagvormittag auf der Energiemesse in der Piesbacher Kirchberghalle. 17 Aussteller zeigten dort, was möglich ist, um den eigenen Geldbeutel zu entlasten, das Klima zu schützen und Vorteile für die heimische Wirtschaft zu schaffen. Das eigene Dach als Kraftwerk mache Nalbach zum "nachhaltigen Stromproduzenten", sagte Professor Peter Heck vom IfaS-Institut Birkenfeld. Der finanzielle Aufwand dafür liege bei 150 Millionen Euro bis 2050, bringe aber 600 Millionen Euro über den Erlös aus der Stromerzeugung. Häuser dämmen, mit modernster Technik Strom sparen und clever mit Energie umgehen. Das sind einige der wesentlichen Aspekte im Nalbacher Klimakonzept. Dazu kommt die Nutzung heimischer Rohstoffe aus Wald und Feld, von Solarstrom und -wärme. Das Konzept der "Null-Emissions-Gemeinde" startete 2008. Bisher wurden im Wesentlichen die Potenziale ermittelt, Vorgehensweisen und Fragen der Organisation. Zur konkreten Umsetzung des Konzeptes sagte Peter Heck: "Die GmbH ist der erste Schritt." Da lasse er auch nicht mehr locker, ergänzte Heck. Der Gemeinderat habe beschlossen, den Masterplan zu erstellen, jetzt müsse er dessen Umsetzung beschließen. Dazu gehören so genannte Leuchtturmprojekte, wie der Umbau der ehemaligen Fußbachschule zum Energie sparenden neuen Rathaus mit Fotovoltaik. Dieses soll zusammen mit der nahe gelegenen ERS Nalbach zu einem Nahwärmenetz verknüpft werden. Das Konzept der "Null-Emissions-Gemeinde" brauche Managementstrukturen, sagte Heck. Damit verändere sich die Rolle der Verwaltung hin zum Dienstleister und Gestalter. Und "jeder Bürger, der hier mitmacht, wird sich ökonomisch nicht schlechter stellen". Wer dazu das Potenzial seines Daches für Solarenergie erfahren will, kann dies gegen Vorlage des Personalausweises bei der Gemeinde tun.