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Naherholung wird nicht außer Acht gelassen

Naherholung wird nicht außer Acht gelassen

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses und Gemeinderates Nalbach fassten die Ratsvertreter einen einstimmigen Beschluss, das Verfahren für die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen auf den Weg zu bringen

Nalbach. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses und Gemeinderates Nalbach fassten die Ratsvertreter einen einstimmigen Beschluss, das Verfahren für die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen auf den Weg zu bringen.Demnach soll im Flächennutzungsplan für die Ortsteile Bilsdorf, Körprich jeweils südlich und in Piesbach nördlich der bebauten Ortslage Gebiete ausgewiesen werden, auf denen Windräder aufgestellt werden können. Der Abstand zu Wohngebieten soll mindestens 500 Meter betragen. Nach einem von der Gemeinde bereits im letzten Jahr in Auftrag gegebenen Gutachten sind zusätzlich zwei Standorte im Bereich des Litermontes und südwestlich davon bestens geeignet für Windstromanlagen. Um die touristische Nutzung des Litermontes und die Naherholung für Einheimische nicht zu beeinträchtigen, verzichteten die Nalbacher kommunalen Mandatsträger jedoch darauf, im unmittelbaren Bereich des Litermontes Flächen für die Windkraftgewinnung vorzusehen.

Statt dessen gibt es nunmehr Überlegungen, gemeinsam mit benachbarten Gemeinden, Flächen für den Bau eines größeren Windparks vorzusehen. Dies gab Nalbachs Bürgermeister Peter Lehnert in einer Sitzung des Gemeinderates bekannt. Während die Gemeinde Nalbach in Piesbach im Gebiet "Auf Falmerich" eine größere Fläche für Windräder ausweisen möchte, plant die Gemeinde Schmelz dies nicht weit entfernt davon auf Hüttersdorfer Bann. "Eine Zusammenarbeit wäre aus unserer Sicht denkbar", bestätigte Lehnert.

Laut Aussage von Michael Klein, Leiter des Umweltamtes der Gemeinde Nalbach, gibt es für den Standort südwestlich des Hoxberges auf Körpricher Gebiet bereits eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Aufstellung von drei Windrädern. Weil die Stadt Lebach wegen Einsprüchen von Bürgern aus dem Stadtteil Hoxberg interveniert habe, verzögere sich offenbar der Bau dieser Windräder.

Blick vom Bilsdorfer Steinberg in östlicher Richtung auf Hoxberg. Das Gebiet zwischen den beiden Bergen möchte Nalbach für den Bau von Windrädern ausweisen. Foto: Dieter Lorig

Das Genehmigungsverfahren für die Änderung des Flächennutzungsplans zur Aufstellung von Windrädern in Bilsdorf und Piesbach sieht ebenfalls vor, dass sowohl die Bürger und Träger öffentlicher Belange, wie beispielsweise die Naturschutzverbände, vorab angehört werden. Bei der Aufstellung von Windrädern in Bilsdorf wäre dort auch ein bestehendes Landschaftsschutzgebiet betroffen. Detlef Germowitz, Ortsvorsteher von Bilsdorf, äußerte sich im Gespräch mit der SZ skeptisch, ob sich für den Bau von Windrädern auf Bilsdorfer Gelände letztendlich Investoren finden werden.