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Steine zum Staunen
Friedwald Weber konzipiert neuen Geolehrpfand

Jutta Mathis aus Wallerfangen kaufte sich am Stand des 
Dillinger Mineraliensammlers Helmut Schmitt
einen Stein für ihr Bücherregal.
Jutta Mathis aus Wallerfangen kaufte sich am Stand des Dillinger Mineraliensammlers Helmut Schmitt einen Stein für ihr Bücherregal. FOTO: Dieter Lorig
Nalbach. Geologie zum Wandern und zum Mitnehmen: In Nalbach wurde ein fachmännisch konzipierter Geowanderweg eröffnet. Und gleichzeitig lud erstmals eine Mineralienbörse ein. Von Dieter Lorig

Gleich zwei Premieren gab es am Sonntag auf dem Litermont. Erstmals fand am Maschinenhaus eine Mineralienbörse statt, und ein neuer Geolehrpfad wurde eröffnet. Organisiert wurde die Doppelveranstaltung vom Ortsrat Nalbach und historischen Verein der Gemeinde Nalbach.


Die Nalbacher Bläsergruppe begleitete das Eröffnungszeremoniell musikalisch. Mehrere Hundert Besucher waren der Einladung von Ortsvorsteher Albert Steinmetz, der zugleich Vorsitzender des Geschichtsvereins ist, zum Maschinenhaus auf den Litermont gefolgt. Dort präsentierten Mineraliensammler Gesteinsexponate in den unterschiedlichsten Formen.

Nach Eröffnung der Mineralienbörse begaben sich 30 Wanderer unter der Führung des Nalbacher Geologen Friedwald Weber erstmals auf den neuen Geolehrpfad. Dieser führt entlang der Litermontgipfeltour und informiert an 14 Stationen über geologisch und geografisch interessante Aspekte.



„Die Wanderung war sehr gut organisiert und äußerst informativ“, bestätigte Teilnehmer Dieter Gouverneur. In seiner Eröffnungsrede lobte Steinmetz das besondere Engagement von Weber. Der promovierte Geologe hatte den neuen Lehrpfad auf Anregung des Nalbacher Wanderfreundes Manfred Paulus in Zusammenarbeit mit der Schwalbacher Geografie-Wissenschaftlerin Eveline Ziegler konzipiert.

„Mit dem Angebot für Erlebnis- und Genusswanderungen liegen wir voll im Trend“, sagte Bürgermeister Peter Lehnert, und SPD-Generalsekretärin Petra Berg lobte die Einzigartigkeit der Litermont-Erlebniswelt. Während die einen wanderten, suchte Jutta Mathis auf der Mineralienbörse nach einem besonderen Stein für ihr Bücherregal. Fündig wurde die Wallerfangerin am Stand des Dillinger Mineraliensammlers Helmut Schmitt.

„Das Prachtexemplar besteht unter anderem aus Kupferkies und Calzit, es stammt aus einer Neunkircher Grube“, sagte Mathis. Im Ausstellungsangebot des Steinbacher Jürgen Fehr konnten neben den sogenannten Lebacher Eiern diverse Achate aus der Region in großer Farbenvielfalt bestaunt werden.

Viele prächtige Achate aus einem Steinbruch im Hunsrück gehörten zur Sammlung des Ehepaares Hella und Karl Fritz aus Baumholder. „Verkauft haben wir hier leider nicht viel, dennoch war es eine interessante Veranstaltung“, sagte Fritz. Manfred Bauer und Werner Klicker kamen aus Dudweiler und Saarbrücken zur ersten Mineralienbörse auf den Litermont. „Wir sind zwar schon steinreich, haben uns hier dennoch versteinertes Holz aus Wustweiler gekauft“, äußerten sich die beiden passionierten Mineraliensammler.