Leserbriefe

TAFEL SAARLOUISFleck im Mantel des Heiligen Martin?Zum Artikel: "Tiernahrung landet bei Tafel-Kundin neben Kartoffeln" (13. Dezember) Die Tafel ist eine Einrichtung, die mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter unbürokratisch Bedürftigen mit Abgabe von Lebensmitteln hilft

TAFEL SAARLOUIS

Fleck im Mantel

des Heiligen Martin?

Zum Artikel: "Tiernahrung landet bei Tafel-Kundin neben Kartoffeln" (13. Dezember)

Die Tafel ist eine Einrichtung, die mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter unbürokratisch Bedürftigen mit Abgabe von Lebensmitteln hilft. Konrad Klein und sein Team seien hier stellvertretend für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel genannt. In alle Frühe bereits beginnen sie mit dem Einsammeln von Lebensmitteln in Betrieben und Firmen, sortieren diese Lebensmittel und verteilen sie an die Berechtigten. Das ist oft eine tagesfüllende Arbeit. Nun ist durch ein Missgeschick, wo immer es passiert ist, eine Dose mit Tierfutter im Lebensmittelpaket einer Frau aus Saarlouis, gelandet.

Statt selbst hier Gutes zu tun und die Dose Tierfutter an weitere Bedürftige zu verschenken, wendet sie sich mit einer Beschwerde an die SZ, die diesen Vorfall im Stile eines reißerischen Boulevardjournalismus an die Öffentlichkeit bringt und damit den Helfern, die ihre Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen, in den Rücken fällt.

Gerade erst ist mit vielen Umzügen im Land das Fest des großen Helfers St. Martin gefeiert worden. Er hat, wie wir alle wissen, seinen Mantel mit einem Bettler geteilt. Hat man je gelesen, dass dieser sich über einen Fleck im Mantel beschwert hat?

In diesem Sinne: Tafel, macht weiter so und Danke für eure Arbeit!

Mathias Paul, Nalbach

FUCHSJAGD

"Dank an den

Förster Natale"

Zum Artikel "Der Fuchs ist nur ein Problem für Jäger" (11. Dezember), Stellungnahmen und Leserbriefen

Auf märchenhafte Weise klärt das Buch über die Jägermethoden der angeblich notwendigen hunderttausendfachen Fuchstötungen und den dafür von der Jagdlobby vorgeschobenen Gründen wie Tollwut oder Fuchsbandwurm auf.

Der Fuchs wird erbarmungslos verfolgt, ja regelrechter Hass schlägt ihm innerhalb weiter Teile der Jägerschaft entgegen. Dabei ist der Fuchs ein überaus wichtiges Tier und erfüllt als Seuchenpolizei enorm wichtige Funktionen im Ökosystem.

Man kann nur hoffen, dass das Buch eine breite Leserschaft findet und zur weiteren Kritik und einem letztendlichen Verbot der sinnlosen Fuchsjagd und damit verbundener grausamen Jagdpraktiken sorgt. Vielen Dank an den Förster Natale, der durch dieses Buch das Thema Jagd aus füchsischer Sicht beleuchtet.

Man kann sich vorstellen, dass er sich mit dem Buch den Zorn der Hobbyjägerschaft zuziehen könnte. Denn bisher hat die Jägerschaft in der Debatte über die Fuchsjagd nur eines gezeigt: An uneingeschränkter Wahrung jagdlicher Freuden auf Kosten von Tier- und Naturschutz festzuhalten.

Silke Preusser, Völklingen

"Natales Buch ist

keine Fachliteratur"

Zum selben Thema

Der große Fuchskenner Natale meldet sich zurück. Nachdem er damals bei den drei Füchsen, die tot aufgefunden wurden, mit überragender fachlicher Inkompetenz seine Meinung zum besten gab, hat er also nun ein Buch geschrieben.

Man darf gespannt sein, wie und woher dieser Mann - er konnte damals nicht einmal erkennen, dass diese Füchse nicht erschossen worden waren - plötzlich das dazu benötigte Fachwissen besitzt? Falls dem überhaupt so ist.

Aber ob dieses Buch deshalb lesenswert ist? Wohl kaum.

Wenn sich jemand für Füchse interessiert, dann gibt dazu reichlich Fachliteratur. Dieses Buch fällt sicher nicht in diese Kategorie.

Wer es aber dennoch lesen möchte, sollte sich im Anschluss einen geeigneten Ort im Bücherregal suchen. Gleich neben den Märchen vom Baron Münchhausen wäre sicher ein guter Platz.

Mario Wamsbach, Schmelz