Leserbriefe zum Thema Angst vor Bienen

Nalbach · In 200 Jahren nichts dazugelernt

Zum Artikel "Bürger fürchten Bienen " (SZ vom 4. Februar) und zu Leserbriefen

Der Leserbrief von Werner und Marita Hilt aus Gerlfangen spricht mir aus der Seele. Es ist sehr erschreckend, wie wenig Menschen innerhalb von zwei, drei Generationen noch wirklich von der Natur und den komplexen Zusammenhängen wissen und dieses Unwissen sich als vermeintliches Wissen ungehindert immer weiter ausbreitet. Je weiter wir uns vom natürlichen Leben entfernen und in unserer scheinbar realen technischen Welt leben, desto schneller zerstören wir unseren und anderer Lebensraum, ohne es wirklich wahrzunehmen.

"Erst wenn der letzte Baum gefällt ist, . . . werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann." Wir haben auch in 200 Jahren rein gar nichts dazugelernt, im Gegenteil, wir schaufeln immer schneller.

Vor einer kleinen Biene haben wir Angst, aber die tägliche Dosis an Chemikalien , Arzneimittelrückständen und Strahlungen, die wir ganz freiwillig auf uns nehmen, einatmen, auf uns schmieren und konsumieren - davor haben wir witzigerweise keine Angst, sondern laufen begeistert jedem Trend hinterher.

Susanne Okfen, Nalbach
Als Anwohner keine Bedenken

Zum selben Artikel

Als direkte Anwohner an das Grundstück von Herrn Kremer hatten wir zu keinem Zeitpunkt Bedenken zur Bienenhaltung. Unseres Wissens auch nicht unsere Nachbarn.

Uns ärgert dabei, dass alle in einen Topf geworfen werden, auch ärgern wir uns über diese Zeitgenossen mit ihrer Begründung. Hoffentlich bestäuben die Bienen nur die Bäume derer, die sie nicht ablehnen. Bei uns sind sie jedenfalls willkommen. Herrn Kremer und seinem Sohn wünschen wir, dass sie ihre Bienenstöcke behalten können und wir dadurch alle davon profitieren.

Heinrich Bach, Pachten

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