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Park-Probleme
Ärger wegen „wilder“ Parksituation

Nalbach. Peter Schöpe hatte Probleme, zum Markt der schönen Dinge der SPD zu kommen.

Zum zweiten Mal hat die SPD in Nalbach in diesem Jahr ihren Markt der schönen Dinge am Peter-Friedrich-Weiher ausgerichtet. Für Peter Schöpe aus Saarbrücken „eine tolle Veranstaltung“, wie er sagt – doch ein Aspekt hat ihn sehr gestört: die Parksituation. „Die gesamte Zufahrt war kreuz und quer zugestellt mit wild parkenden Autos“, beschreibt der Leser-Reporter seine Ankunft, „einen Parkplatz für uns zu finden war fast unmöglich.“ Besonders ärgerlich für ihn: Drei Bekannte, die ihn begleiteten, sowie er selbst sind schwerbehindert, und „hatten sehr, sehr große Mühe, zur Veranstaltung zu gelangen“.


Er und seine Bekannten seien auch deshalb „sehr erstaunt und verwundert“ gewesen, da bei einer anderen Veranstaltung, der French Times Saar, die Lage ganz anders gewesen sei: Dort sei „ein Schilderwald“ aufgestellt gewesen, zudem habe er einen Mitarbeiter, „wahrscheinlich des Ordnungsamtes“, beobachtet, der die Beschilderung bemängelt habe und „praktisch den Verein nötigte, zum Beispiel zwischen dem Parkverbotsschild 800 Meter noch weitere Parkverbotsschilder aufzustellen, was rechtlich nicht relevant war“. Schöpe findet, hier werde mit zweierlei Maß gemessen, die Partei bevorzugt.

Nalbachs Bürgermeister Peter Lehnert bestätigt, dass es für die French Times Saar ein Parkkonzept gebe – und für den Markt der schönen Dinge nicht. „Das wird vom Landkreis Saarlouis vorgegeben“, erläutert er die Sachlage, und sei für jede Veranstaltung ab einer gewissen Größe notwendig. Der Markt der schönen Dinge jedoch sei eine kleine Veranstaltung, die im vergangenen Jahr nicht stark besucht gewesen sei. „Es war im Vorfeld nicht abzusehen, dass mehr Leute kommen“, sagt er. Außer der Beschwerde von Schöpe lägen ihm auch keine weiteren Meldungen vor. „Die Anlieger sind sensibilisiert“, betont er.



Patrick Müller, Vorsitzender der SPD in Nalbach, kann die Beschwerde nach seinen Worten „nicht nachvollziehen“.

Park-Chaos habe nicht geherrscht. Er hätte sich gewünscht, dass Schöpe gleich beim Markt an die veranstaltende SPD herangetreten wäre, verspricht aber für die Zukunft: „Wir werden die Anregung aufnehmen und beim nächsten Mal Behinderten-Parkplätze ausweisen.“

(bsch)