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Körpricher Ehepaar steht Haiti beiKörpricher Ehepaar in Haiti

Körpricher Ehepaar steht Haiti beiKörpricher Ehepaar in Haiti

Körprich. Nach der Erdbebenkatastrophe fühlt ein Körpricher Ehepaar besonders mit den Haitianern. Christel und Winfried Schmitt waren von 2003 bis 2005 zwei Jahre lang als Entwicklungshelfer auf der bitterarmen Karibikinsel. Der Kfz-Mechanikermeister und ehemalige Bundeswehr-Prüfer leistete mit seiner Frau Aufbauarbeit für die private Hilfsorganisation Pro-Haiti e.V

Körprich. Nach der Erdbebenkatastrophe fühlt ein Körpricher Ehepaar besonders mit den Haitianern. Christel und Winfried Schmitt waren von 2003 bis 2005 zwei Jahre lang als Entwicklungshelfer auf der bitterarmen Karibikinsel. Der Kfz-Mechanikermeister und ehemalige Bundeswehr-Prüfer leistete mit seiner Frau Aufbauarbeit für die private Hilfsorganisation Pro-Haiti e.V. Das Körpricher Ehepaar hielt sich in Jérémie auf, einer 30 000-Einwohner-Stadt im Westen von Haiti. Dort unterrichtete der angehende Kfz-Mechaniker an einer Berufsschule. "Als ich erstmals von dem schlimmen Erdbeben gehört habe, war ich sofort beunruhigt, denn ich weiß, unter welch bescheidenen Verhältnissen die Menschen dort ohnehin schon leben mussten", erzählte Schmitt im Gespräch mit der SZ. Jérémie, 250 Kilometer westlich von der Hauptstadt Port-au-Prince gelegen, sei weniger vom Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen worden, allerdings strömten tausende Menschen aus den betroffenen Städten zurück in ländliche Regionen, berichtete Schmitt. Dies habe zunehmend zu sozialen Spannungen geführt. "Die Menschen kämpfen ums nackte Überleben", sagte Schmitt. Bereits vor der Katastrophe lebte der überwiegende Teil der Bevölkerung in sehr ärmlichen Verhältnissen. Zum Lebensunterhalt benötigt ein Haitianer umgerechnet mindestens fünf Euro am Tag, worüber jedoch viele nicht verfügten. So verdiene beispielsweise ein Schulrektor in Haiti laut Schmitt im Monat etwa 200 Euro.Winfried Schmitt und seine Frau Christel kannten auch die jetzt weitgehend zerstörte Hauptstadt Port-au-Prince sehr gut. Der einst schmucke Präsidentenpalast ist den beiden noch gut in Erinnerung geblieben. Auch die vielen leicht gebauten Hütten in den Slums am Stadtrand von Port-au-Prince sind fast alle zerstört. Wegen politischer Unruhen mussten die Schmitts die Insel 2005 verlassen. Jetzt tragen sie sich mit dem Gedanken, wieder dorthin zurückzugehen, um beim Wiederaufbau zu helfen. Winfried Schmitt glaubt an eine Zukunft der Insel, die er im Tourismus und in den wunderschönen naturbelassenen Stränden sieht. Was die Verwendung von Spendengeldern angeht, hat der Körpricher Entwicklungshelfer gute Erfahrungen mit der Bonner "Don-Bosco-Mission" gemacht. "Bei den Salesianern dieses Ordens können Sie sicher sein, dass Ihre Spende sinnvoll in Haiti verwendet wird", versicherte Winfried Schmitt.