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Konzert
Drei Zugaben beendeten ein tolles Konzert

Bei seinem Jahreskonzert bot das Nalbacher Gitarren- und Mandolinenorchester unter Leitung von Tati Schleich den Besuchern ein vielfältiges musikalisch ausgewogenes Repertoire.
Bei seinem Jahreskonzert bot das Nalbacher Gitarren- und Mandolinenorchester unter Leitung von Tati Schleich den Besuchern ein vielfältiges musikalisch ausgewogenes Repertoire. FOTO: Dieter Lorig
Nalbach. Das Jahreskonzert des Nalbacher Gitarren- und Mandolinenvereins Primsperle begeisterte das Publikum. Von Dieter Lorig

Eine gelungene Mischung aus Zupfmusik und Chorgesang begeisterte 130 Besucher beim Jahreskonzert des Nalbacher Gitarren- und Mandolinenvereins Primsperle. Die am weitesten angereisten Besucher kamen von einem befreundeten Mandolinenverein aus dem badischen Bretten. Drei Zugaben musste das mit 20 Musikern besetzte Orchester unter Leitung von Tati Schleich spielen, bevor das Konzert in der vollbesetzten ehemaligen Turnhalle mit der lokalen Hymne „Im schönen Primstal“ nach fast drei Stunden endete. Dabei ließen es sich die Besucher nicht nehmen, unter den schwungvollen Klängen des Orchesters kräftig mitzusingen.


Zuvor sorgte der stimmgewaltige Männerchor „1874“ Diefflen, erstmals unter Leitung des neuen Dirigenten Timo Thiel, mit temperamentvollen Trinkliedern, aber auch klassischem Operettengesang für viel Applaus beim Publikum. Mit einer weiteren Premiere überraschte Moderator Bernhard Stigulinszky das Publikum: Erstmals trat der ehemalige Rundfunkmoderator als Gesangssolist bei einem Konzert des Mandolinenorchesters auf. Für seine Interpretation der Song-Klassiker „Strangers in the night“ und „My way“ unter dezenter Begleitung des Orchesters spendeten ihm die Besucher viel Beifall.

Erstaunlich vielfältig waren die musikalischen Interpretationen des Gitarren- und Mandolinenorchesters. Ob mit der „Katka Polka“ von Rudolf Krebs, dem legendären „Donauwellen-Walzer“, komponiert von Josef Ivanovici, oder einem Medley aus dem Musical „My fair Lady“, das mit 20 Musikern besetzte Orchester überzeugte beim Publikum mit allen gespielten Stücken.



Einen sehr dynamischen Eindruck vermittelte Timo Thiel, neuer Dirigent des Dieffler Männerchors. Bereits zu Beginn des Konzertes brachte er den 23-köpfigen Chor mit Trinkliedern von Guiseppe Verdi und Franz Lehar in Höchstform. Nicht nur Adele Meyers war begeistert vom Männerchor und dessen neuem Leiter. „Dieser Dirigent hat Musik im Blut“, schwärmt die 88-Jährige aus Nalbach. Die Seniorin spielte Jahrzehnte im Nalbacher Gitarren- und Mandolinenorchester und ist Ehrenmitglied sowie heute einziges noch lebendes Gründungsmitglied des Vereins. Als Solisten wirkten beim Diefller Männerchor Günther Mohr, Johannes Mazurek und Michael Hoen mit sowie als Pianisten Florian Schwarz und Dirigent Thiel. Während des Konzertes gab Michael Keipinger, Vorsitzender des Männerchores, Hintergrundinformationen zu dessen musikalischen Darbietungen. Peter Reiter, Vorsitzender des Nalbacher Gitarren- und Mandolinenvereins, war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Konzertes. „Die Mischung aus Zupfmusik und Chorgesang kam beim Publikum gut an“, sagt Reiter. Über das neue Programmkonzept freute sich auch Ortsvorsteher Albert Steinmetz: „Die kulturellen Vereine in unseren Dörfern sind nur in der Gemeinschaft überlebensfähig.“ Gut fand den Mix aus Zupfmusik und Chorgesang auch Patrick Lion, Vorsitzender des Nalbacher Heimat- und Verkehrsvereins.

„Ein tolles Programm mit teilweise italienischem Flair“, kommentieren Bernadette Schumacher und Elisabeth Croon übereinstimmend das Konzert. Sehr beeindruckt von der Veranstaltung waren auch Gudrun Müller und Andreas Gergen. „Uns hat überrascht, wie gut Gitarren- und Mandolinenmusik live in diesem Raum geklungen hat“, sagen Agnes Schymura und Siegfried Lemke.