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Heulen, Hirschröhren und Happy End

Heulen, Hirschröhren und Happy End

Der Versuch gelang: Die Geschichte vom Litermont und Ritter Maldix sahen 140 begeisterte Zuschauer als Mundart-Stück in Nalbach.

Immer wieder Wolfsgeheul, Hirschröhren, Jagdhörner und mittelalterliche Musik und waren am Freitagabend neben der Nalbacher Grundschule zu hören. In einem exklusiven Theaterstück inszenierten mehr als 20 Laiendarsteller aus der Gemeinde Nalbach im Alter von fünf bis 73 Jahren die sagenhaft schaurige Legende des Ritters Maldix vom Litermont in Mundart. 140 begeisterte Besucher spendeten den Akteuren, die sich in historischem Outfit präsentierten, immer wieder Applaus in der ausverkauften Vorstellung.

Als besonderer Auftrittsort diente ein Zirkuszelt auf dem Gelände der Grundschule. Passend zum außergewöhnlichen Flair dieser Veranstaltung wurde den Besuchern zwischen den einzelnen Szenen ein sagenhaftes Litermont-Dinner serviert, kulinarisch und thematisch passend zum Theaterstück.

Ilse Rupp oblag die Regie für das einfallsreiche Schauspiel. Die pensionierte Lehrerin aus Körprich schrieb auch das Skript für das Theaterstück. Hierfür hat sie die Litermontsage und Märchen, wie "Der Liddermänner Wolf", in heimische Mundart umgeschrieben. Dabei wählte die Autorin teils skurrile und besonders erheiternde freie Interpretationen. So kam Maldix bei seinem Sturz vom Litermont entgegen der Sage nicht ums Leben. Stattdessen gab es im Theaterstück ein überraschendes Happy End. Am Ende feierte der schroffe Ritter Verlobung mit Edelfräulein Therese von Kirkel.

Die Hauptrolle spielte der Körpricher Ortsvorsteher Christian Weber als Ritter Maldix. Nach der Vorstellung wollten viele Besucher ein Autogramm von ihm haben. Weitere Hauptrollen hatten Marlies Dräger (Margarete vom Litermont) und Silke Freitag (Waldfee/Edelfräulein). Veranstaltet wurde das sagenhaft schaurige Litermont-Dinner vom Förderverein der Grundschule gemeinsam mit der Gemeinde und dem Partyservice Schwed. Der Erlös ist für Zwecke des Fördervereins der Grundschule bestimmt.

Am Ende des grandiosen Schauspiels waren alle Akteure erleichtert. "Wir hatten nur sechs Probetermine, an denen noch nicht mal alle Mitwirkenden teilnehmen konnten", gestand Regisseurin Rupp. Ob es eine weitere Veranstaltung dieser Art geben wird, steht noch nicht fest. Allerdings nährte der Schlusssatz in der Aufführung die Hoffnung auf ein mögliches Revival: "Wenn et och hat amüsiert, watt do alles is passiert, spillen mia im nächsten Joar weida, wie et frieha woar".

Zum Thema:

Theatralisch in die Geschichte eintauchen Mitwirkende waren: Christian Weber, Silke Freitag, Patrick, Petra und Ella Klein, Ilse, Peter, Eric, Katrin, Annika und Maxi Rupp, Tanja, Ali und Gabi Bilsdorfer, Anke und Antonia Kallenborn, Reiner Schultz, Thomas Veith, Stephanie Schwed, Michael und Anna Schillinger, Anke Trenz, Hagen Walesch, Marlies Dräger und die Piesbacher Jagdhornbläser.