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Gemeinderat Nalbach berät über Kreiselbau im Gewerbegebiet

Keine Vollsperrung : Kreiselbau in Nalbach beginnt im September

Die Baustelle am Gewerbegebiet Primsaue II in Nalbach und neuer Kiesabbau sollen abgestimmt werden.

Der neue Verkehrskreisel im Einmündungsbereich der Eisenbahnstraße in die Saarwellinger Straße zur Erschließung des Nalbacher Gewerbegebiets „Primsaue II“ soll in der Zeit zwischen September 2020 und April 2021 gebaut werden. Der Gesamtaufwand für die „Fertigstellung der öffentlichen Straßenflächen der Erschließungsstraße“ beläuft sich auf 870 921,31 Euro. Die Vergabe erfolgte im Gemeinderat vom Juli diesen Jahres. Der Kreiselbau erfolgt nun im Anschluss an die Fertigstellung und komplette Erschließung des neuen Gewerbegebiets am Ortsausgang Nalbachs in Richtung Saarwellingen.

Laut Landesamt für Straßenbau ist  ursprünglich geplant gewesen, den Bereich während der gesamten Bauzeit voll zu sperren, teilte Bürgermeister Peter Lehnert mit. Der Gemeinde sei es allerdings gelungen, das Landesamt von einer einspurigen Lösung zu überzeugen. Lediglich an vier Wochenenden komme es, gemäß der aktuellen Planung, entweder zu einer Vollsperrung oder einer Ampellösung. Im Rahmen der Beratung im so genannten Krisenausschusses, der während Corona statt des normalen Gemeinderates in einer Stärke von elf Mitgliedern (7 SPD/4 CDU) tagte, kam die Bitte aus dem Ausschuss, dass der Schwerlastverkehr etwas weitläufiger als bei zurückliegenden Baumaßnahmen umgeleitet werde.

Diese Bitte sei aus den Reihen der Anwohner der Bahnhofstraße an den Rat herangetragen worden. „Das Problem ist, dass die Beschilderung missachtet wird“, so Bürgermeister Lehnert. Eine Durchfahrt sei nur für Zulieferer erlaubt. . In der Vergangenheit habe die Gemeinde in diesem Zusammenhang stärkere Kontrollen durch die Polizei gefordert. Lehnert betonte, dass die Gemeinde nochmals nachdrücklich auf verstärkte Kontrollen seitens der Polizei bestehe.

In direktem Zusammenhang zum geplanten Kreiselbau stand auch ein weiterer Tagesordnungspunkt auf der Sitzung des Krisenausschusses, der sich mit dem geplanten Kiesabbau der Firma Arweiler westlich des Gewerbegebietes „Primsaue II“ befasste. Die Verwaltung stellte hierbei fest, dass sie den beantragten Kiesabbau begrüße. Der beantragte zeitliche Rahmen passe jedoch nicht in die bestehende Planung zum Neubau des Verkehrskreisels. Die Firma Arweiler würde, Stand jetzige Planung, parallel zu den Baumaßnahmen am Verkehrskreisel mit dem Kiesabbau beginnen. Demnach würden über die Eisenbahnstraße die Abbau- und Verfüllmassen in Richtung Kreuzungsbereich Saarwellinger Straße/Eisenbahnstraße – also genau dort, wo der Verkehrskreisel entstehen soll – transportiert. Während des Kreiselbaus sei jedoch die Eisenbahnstraße nur über einen provisorischen Anschluss mit der Saarwellinger Straße verbunden.

Teilweise kann die Eisenbahnstraße dann nur aus einer Richtung angefahren werden. Gleiches gelte für den umgekehrten Transportweg. Aus diesem Grund, so der Verwaltungsvorschlag, sollte der Kiesabbau und die Verfüllarbeiten erst im Sommer/Herbst 2021 beginnen. Dann würde, laut Verwaltung, auch die Möglichkeit bestehen, dass die Massen direkt auf kurzem Weg über die neu hergestellte Straße im Gewerbegebiet in Richtung Kreisverkehr transportiert werden.

Der Krisenausschuss bittet deshalb die zuständige Genehmigungsbehörde in seinem einstimmig gefassten Beschluss, diese zeitlichen Vorgaben im Genehmigungsbescheid zu berücksichtigen.