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Fußball-Landesliga
Gelingt der SG Körprich die Krönung?

Körprich/Friedrichweiler. Die SG Körprich-Bilsdorf hat eine überraschend starke Saison in der Landesliga gespielt. Am Donnerstag hat sie sogar die Chance, in die Verbandsliga aufzusteigen. Von Philipp Semmler

Uwe Klein, der Trainer der SG Körprich-Bilsdorf, kennt nur ein Ziel. „Wir wollen hoch“, sagt der Übungsleiter vor dem Entscheidungsspiel seiner Mannschaft um den Verbandsliga-Aufstieg an diesem Donnerstag, 15 Uhr. Körprich-Bilsdorf trifft in Friedrichweiler als Vizemeister der Landesliga West auf den FV Bischmisheim (Vizemeister der Landesliga Süd).


Das Aufstiegsspiel elektrisiert den ganzen Verein. Ein Fanbus nach Friedrichweiler ist schon ausgebucht. „Ich rechne damit, dass uns insgesamt 300 Leute unterstützen“, sagt Klein. Köprich-Bilsdorf spielte in der Generalprobe vor dem Aufstiegsspiel am Sonntag zu Hause 3:3 gegen Meister SV Losheim.

Dass es in dieser Partie für seinen Club nur noch um die Goldene Ananas ging, wurmte Klein ein wenig. Der Grund: Hätte Körprich-Bilsdorf nicht am vorletzten Spieltag mit 0:3 beim FC Wadrill verloren, wäre das Duell gegen Losheim ein Endspiel um die Meisterschaft geworden. So hatte die SG aber schon vor der Partie keine Titelchance mehr.



„In Wadrill hat uns komplett die Körperspannung gefehlt“, moniert Klein. „Es hat da fast so ausgesehen, als würde die Mannschaft nicht daran glauben, dass sie Meister werden kann.“ Der Übungsleiter räumte aber auch ein: „Der 1:0-Sieg gegen den SV Friedrichweiler eine Woche zuvor hatte viel Kraft gekostet.“ Mit diesem Erfolg hatte sich die SG die Teilnahme am Entscheidungsspiel gegen Bischmisheim gesichert.

Trotz der verpassten Chance auf den direkten Aufstieg überwiegt bei Körprich-Bilsdorf aber die Freude über eine überraschend gute Runde. In der vergangenen Spielzeit wäre der Club nämlich noch fast in die Bezirksliga abgestiegen. Kurioserweise rettete ausgerechnet der 1:0-Sieg des SSV Überherrn gegen Saar 05 II im Aufstiegsspiel der Vizemeister damals Körprich-Bilsdorf vor den Abstieg. Fast auf den Tag genau zwölf Monate später steht der Club jetzt selbst in diesem Duell – und kann seine gute Spielzeit mit dem Aufstieg krönen.

Den Gegner im Aufstiegsspiel hat Klein am Sonntag in der letzten Liga-Partie genau unter die Lupe genommen. Der SG-Übungsleiter sah sich den 3:2-Erfolg von Bischmisheim gegen Geislautern an. Sein Urteil: „Wir müssen vor allem auf Eric Fuhr und Christopher Schmitt aufpassen. Die machen quasi aus zwei Chancen drei Tore.“ Fuhr erzielte für Bischmisheim in der abgelaufenen Runde 21 Treffer, Schmitt kam auf 20 „Buden“.

Vor dem Aufstiegsspiel bangt Klein übrigens noch um den Einsatz von zwei wichtigen Stammspielern: Marc Klein, der in der Winterpause von Saarlandligist FSG Bous verpflichtet wurde, ist wegen einer Oberschenkelverhärtung angeschlagen. Offensivspieler Lukas Graf (neun Saisontreffer) lag zuletzt mit einer Viruserkrankung flach.