Gebiete werden kleiner, Abstände werden größer

Gebiete werden kleiner, Abstände werden größer

Widersprüche von Nalbacher Bürgern gegen die ursprünglichen Pläne der Gemeinde haben gefruchtet: Die aktuelle Planung sieht deutliche kleinere Flächen der Gebiete für den Bau von Windrädern vor.

Die ursprünglich großflächig ausgewiesenen Gebiete für den Bau von Windrädern will die Gemeinde Nalbach deutlich verkleinern. Zudem sollen die Grenzabstände zur Wohnbebauung von 500 auf 750 Meter vergrößert werden. Auf dem Gebiet von Bilsdorf werden keinerlei Flächen ausgewiesen. An den geplanten Zonen in Piesbach (Falmerich/Bettstädter Wald) und auf dem Körpricher Hoxberg hält die Gemeinde jedoch fest.

Ein entsprechender Beschluss kam jetzt im Nalbacher Gemeinderat zustande (wir berichteten). Damit geht Nalbach auf die Interessen von Widerspruchsführern weitestgehend ein.

Noch im Sommer gingen 80 schriftliche Widersprüche im Rathaus zum damaligen Planungsstand "Windenergie" ein. Hierbei handelte es sich ausschließlich um Bürger aus Körprich, Bilsdorf und dem Lebacher Stadtteil Hoxberg. Sie kritisierten vor allem die nach ihrer Ansicht zu geringen. Aber auch die Größe der damals von der Gemeinde Nalbach ausgewiesenen Flächen für Windenergie erschien den Widerspruchsführern deutlich zu groß.

Einsprüche beachtet

"Weniger ist eindeutig mehr", gab SPD-Fraktionssprecher Oswald Kriebs in der jüngsten Ratssitzung zu verstehen. "Mit dem jetzt modifizierten Plan wird den meisten einheimischen Einsprüchen Rechnung getragen, wodurch wir auch zu mehr Akzeptanz in unserer Gemeinde für die Windenergie beitragen", erläuterte Kriebs. Die geänderte Planung ist offenbar nur zustande gekommen, weil sich SPD und CDU im Nalbacher Gemeinderat einvernehmlich auf eine "vernunftbetonte Regelung" verständigen konnten.

"Wir wollen keine Politik gegen unsere Bürger machen", sagte CDU-Fraktionssprecher Josef Reichert. Dennoch sei die alternative Energieerzeugung in der Gemeinde unverzichtbar.

Dagegen hätten Bürgermeister Peter Lehnert und seine Fachabteilungen im Rathaus sowie das Beraterbüro agstaUmwelt offenbar lieber an einem großflächigen Ausbau von Windenergie in Körprich und Bilsdorf festgehalten. "Um jedoch mögliche Probleme bei der Standortwahl für Windenergie auflösen zu können, haben wir die Bürger frühzeitig in ein Informationsverfahren eingebunden", erläuterte Lehnert.

Morgen wieder Infoabend

Die nächste Info-Veranstaltung findet am Mittwoch, 11. Dezember, 18 Uhr, im Nalbacher Rathaus (ehemalige Turnhalle) statt. Die aktuellen Planungen für den Bau von Windrädern liegen vom 16. Dezember bis zum 24. Januar während der Dienstzeiten im Rathaus zur Einsichtnahme aus. Die Frist für Stellungnahmen endet am 24. Januar. Mit der neuen Planung ist Irene Bärnhof jetzt schon zufrieden. "Wenn es dabei bleibt, ist alles bestens", sagt die Bewohnerin der Bilsdorfer Schillerstraße.

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