Es begann mit einer E-Mail

Eigentlich hatte ein afrikanischer Deutschlehrer aus Elfenbeinküste bloß gefragt, ob jemand ein paar deutsche Bücher für seine Schüler schicken könnte. Daraus bahnt sich jetzt ein Lese-Austausch mit Kindern in Nalbach an.

Mit einer Mail aus Afrika hat alles begonnen. Darin fragte der afrikanische Deutschlehrer Olivier Kouadio in Deutschland nach Buch- und anderen Sachspenden für einen deutschen Tag an seiner Schule in der Elfenbeinküste. Schüler seines Deutsch-Leseclubs sollten an diesem Tag mit kleinen Geschenken für ihren Fleiß belohnt werden. Diese Mail gelangte zu Dirk Boudier und seinen Templerorden OMSTH, die der Lese- und Schreibwerkstatt an der Grundschule Nalbach seit längerem beim Aufbau der Bücherflohmärkte helfen.

E-Mails zwischen der Elfenbeinküste und Nalbach wurden hin und her geschickt und bald war den Kindern aus der Lese- und Schreibwerkstatt klar: wir werden einen Leseclubaustausch zwischen unseren Ländern organisieren. Die Leiterin der Lese- und Schreibwerkstatt, Christine Sinnwell-Backes: "Die Kinder und Jugendlichen auf beiden Kontinenten lernen eine ganz andere Kultur kennen lernen und diskutieren auch noch über Bücher. Das Ganze in Briefform."

Der Nalbacher Bürgermeister Peter Lehnert sagte seine Hilfe bezüglich der Buchspenden zu. So fügte er dem Paket zahlreiche DVDs und Hörspiele über die Gemeinde Nalbach zu den Büchern hinzu.

Margarete Fell, Inhaberin der Bücherecke und Kooperationspartnerin des Leseclubs, steuerte Bücher, Stifte, Schreibhefte, Scheren, Arbeitsbücher und vieles mehr bei. Die beiden großen Pakete sind nun unterwegs nach Afrika. Viel werden die Kinder nun lernen über die Elfenbeinküste. Ein Foto des dortigen Leseclubs "Martin Luther"haben sie schon. Festgehalten wird das Projekt auch auf dem Blog der Lese- und Schreibwerkstatt: www.lesenische.wordpress.com.