Erster Spatenstich für den Neubau der KiTa Nalbach

Kostenpflichtiger Inhalt: KiTa Nalbach : Den Spatenstich machen die Hauptpersonen

Die Bauarbeiten für die neue Kindertagesstätte (KiTa) Nalbach können beginnen. Mit dem neuen Standort sind alle Beteiligten sehr zufrieden.

Der Anfang ist schon mal gemacht. Etwa 100 Zuschauer waren der Einladung der Gemeinde zum symbolischen Spatenstich für die neue KiTa in die verlängerte Enspfuhlstraße Nalbach gefolgt. Auf dem Flurstück „Unten am Augarten“, wo derzeit noch Kartoffeln gedeihen, besorgten 15 Kindergartenkinder mit Minischaufeln unter Anfeuerung ihrer beschirmten Eltern den Akt bei strömendem Regen.

Auf etwa 2,8 Millionen Euro ist der Neubau der KiTa veranschlagt. Mit deren Bau kann sofort begonnen werden. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich zwölf Monate. „Heute ist ein historisch wichtiger Tag für die Zukunft unserer Kinder“, sagte Bürgermeister Peter Lehnert. Der alte Nalbacher Kindergarten neben dem neuen Rathaus ist wegen Einsturzgefahr seit 2016 nicht mehr nutzbar. Unter dem Gebäude befinden sich alte Luftschutzstollen, wodurch das Gelände langsam absinkt. Nach der Sperrung des alten Kindergartens, der ursprünglich umgebaut und erweitert werden sollte, wurden die Kinder in anderen Tagesstätten der Gemeinde untergebracht.

Der alte Nalbacher Kindergarten musste 2016 wegen Einsturzgefahr aufgegeben werden. Unter Gebäude und Gelände befinden sich marode Luftschutzbunker. Die Klage der Gemeinde auf Schadensersatz gegen die Bundesrepublik wurde im Juni in erster Instanz vom Landgericht abgewiesen. Foto: Dieter Lorig

„Seit Oktober 2016 warten wir auf den heutigen Tag, der ein sehr guter ist“, blickte Edeltraud Fries auch zurück. Sie ist seit etwa 37 Jahren Kindergartenleiterin in Nalbach. „Das ist ein großer Tag vor allem für die Kinder“, meinte Landrat Patrik Lauer. Denn für die frühkindliche Entwicklung seien großzügige Räumlichkeiten erforderlich. Der Landkreis bezuschusst die KiTa mit einem Anteil von 30 Prozent der Gesamtkosten. Die Nalbacher hoffen nun auf weitere Zuschüsse durch das Land und Bistum. „An der Gemeinde werden zwischen 800 000 und eine Millionen Euro hängen bleiben“, schätzt der Landrat.

„Der Standort der neuen KiTa ist ein Glücksfall für Nalbach“, sagte Ortsvorsteher Albert Steinmetz. Erfreut, dass mit dem Bau begonnen werden kann, ist auch Thomas Schmitz, Geschäftsführer der KiTa gGmbH Saarland: „Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt auf den Weg zu bringen“. Dank ging auch von Dorothee Roos, Gesamtleiterin der KiTa gGmbH für den Bereich Dillingen, an die Eltern: „Während der provisorischen Unterbringung ihrer Kinder in den letzten drei Jahren mussten Sie viel Verständnis aufbringen.“

Die neue KiTa wird auf einem 4680 Quadratmeter großen Grundstück gebaut, das die Gemeinde von einem Privatmann gekauft hat. Das Gebäude wird eingeschossig mit einem Satteldach und eingeschobenen Pultdächern errichtet. Die Planung und Betreuung des Bauvorhabens erfolgt durch das Saarlouiser bhk-Architekturbüro Ralf Heinrich und Simon Kosiol. Mit der ergänzenden Tragwerksplanung sind beauftragt, das Büro WPW in Saarbrücken und das Büro für technische Gebäudeausrüstung, die Planungsgesellschaft Denzer & Kiefer in Merzig und Illingen.

Die Gebäudegrundfläche der neuen KiTa beläuft sich auf 1150 Quadratmeter. „Die Einrichtung ist ausgelegt für drei Ganztagsgruppen in zwei Förder- und drei Spielgeräteräumen sowie zwei Krippengruppen mit Wickel- und Abstellräumen“, teilt Gemeindearchitekt Albert Wender mit.

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