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"Eine Mahlzeit am Tag für die Hungernden"

"Eine Mahlzeit am Tag für die Hungernden"

Nohfelden. Die beachtliche Summe von 25 000 Euro schickte die Indienhilfe Obere Nahe auf den Weg zu Pater Franklin Rodrigues nach Indien. Mit 20 000 Euro wird das Mädchenheim in Shantinagir sowie mit 5 000 Euro die Armenspeisung in Kalkutta unterstützt - zwei Projekte, die der Pater dort mit finanzieller Unterstützung der Indienhilfe verwirklicht hat

Nohfelden. Die beachtliche Summe von 25 000 Euro schickte die Indienhilfe Obere Nahe auf den Weg zu Pater Franklin Rodrigues nach Indien. Mit 20 000 Euro wird das Mädchenheim in Shantinagir sowie mit 5 000 Euro die Armenspeisung in Kalkutta unterstützt - zwei Projekte, die der Pater dort mit finanzieller Unterstützung der Indienhilfe verwirklicht hat. Die Spendengelder kamen neben den Mitgliedsbeiträgen und Patenschaften unter anderem auch durch die Unterstützung der Grundschule Gonnesweiler zusammen. "Es ist nicht einfach, soviel Geld zu erwirtschaften, aber es rentiert sich voll, sich dafür einsetzen", meinte der Vorsitzende Arnold Meiborg. In Indien seien die Mädchen besonders benachteiligt. 300 Mädchen werden im Heim in der Nähe von Bhopal betreut. "Bei Pater Franklin bekommen sie Essen, Medikamente, Kleidung haben eine Wohnung und können in die Schule gehen, oder eine Ausbildung machen", erzählte Meiborg. Kalkutta kenne jeder als indische Metropole. Dorthin strömten viele Menschen, um einen Job zu bekommen. Für viele sei am Hauptbahnhof in Howrah Endstation. "Die Hungernden und Mittellosen verteilen sich in den Straßen, unter Brücken oder warten auf Gottes Gnade", schilderte der Vorsitzende. Deshalb startete der Verein das Projekt "Eine Mahlzeit am Tag für die Hungernden". "Herzlichen Dank an alle die uns bislang unterstützt haben", so Meiborg. Am 19. März besucht Pater Franklin - wie alle zwei Jahre - für gut eine Woche wieder die Indienhilfe an der Oberen Nahe. Für diesen Zeitraum planen Meiborg und seine Mitstreiter zahlreiche Aktivitäten, wobei der Termin für die größte Aktion bereits feststeht. Der Hungermarsch wird am 27. März rund um den Bostalsee durchgeführt. "In den vergangenen Jahren wurde der Spendenlauf zwischen Hoppstädten und Türkismühle durchgeführt. Der Bostalsee ist eine sehr gute Lösung", ist Meiborg überzeugt. Gestartet werden soll der Hungermarsch nach einem Gottesdienst in Neunkirchen/Nahe. "Anschließend laufen wir um den See herum und wieder zurück", hat Meiborg geplant. Logistisch und von seiner Infrastruktur sei der Bostalsee für einen Hungermarsch geradezu prädestiniert. "Das wollen wir auch intensiv vorbereiten", sagte Meiborg. Im Vorfeld wolle er sich mit den Schulen und den Ortsvorstehern absprechen. Im Rathaus in Nohfelden übergab er dann den Scheck im Wert von 25 000 Euro an die Vertreter der Indienhilfe Südpfalz, die die Spende nach Indien übermitteln wird. Meiborg wies dabei ausdrücklich darauf hin, dass die Spendengelder auch direkt nach Indien gehen.

Auf einen BlickWer sich im Kampf gegen die Armut einsetzen will, kann sich mit Arnold Meiborg, Telefon (0 67 82) 75 71, in Verbindung setzen. Eine Patenschaft für ein Kind kann schon mit zehn Euro im Monat übernommen werden. Der Mitgliedsbeitrag kostet 25 Euro im Jahr. Auch kleinere Beträge können den Kindern und Obdachlosen in Indien das Leben erleichtern, Bankverbindung: Volksbank Nahe-Schaumberg, BLZ 59 09 95 50 Kto.-Nr. 45 27 94 05. Kreissparkasse St. Wendel: BLZ 59 25 10 20, Kto.-Nr. 4 46 10. frf