Ein Paradies für Modellbau-Freunde

Dillingen. Zum Treffpunkt für Modelleisenbahnenthusiasten von Nah und Fern wird jedes Jahr im Frühling und Winter die Dillinger Stadthalle, wenn die Eisenbahnfreunde zu ihren großen Börsen einladen. Auch an diesem Sonntag drängten sich schon kurz nach der Öffnung der Eingangspforten die Besucher zwischen den Ständen

 Jörg Schmitz präsentiert Busse aus den Sechzigern. Foto: Seeber

Jörg Schmitz präsentiert Busse aus den Sechzigern. Foto: Seeber

Dillingen. Zum Treffpunkt für Modelleisenbahnenthusiasten von Nah und Fern wird jedes Jahr im Frühling und Winter die Dillinger Stadthalle, wenn die Eisenbahnfreunde zu ihren großen Börsen einladen. Auch an diesem Sonntag drängten sich schon kurz nach der Öffnung der Eingangspforten die Besucher zwischen den Ständen. Knapp 50 Anbieter hatten die Dillinger Eisenbahnfreunde in diesem Jahr auf den zwei Etagen der Stadthalle. Neben miniaturisierten Eisenbahnen gehört schon seit längerem auch der Bereich der Modellautos zum Programm. Diese Vielfalt und das unglaublich reichhaltige Angebot sind der Grund dafür, dass die Dillinger Börse Besucher nicht nur aus dem Saarland, sondern in großer Zahl auch aus Lothringen, Luxemburg und Rheinland-Pfalz anzieht. Unter ihnen war auch Pierre Wagner, der sich zum ersten Mal aus Luxembourg zu den Eisenbahnfreunden in der Hüttenstadt aufgemacht hatte und auf Anhieb begeistert war.

Auch ausgefallene Wünsche

Denn auch wenn sein bevorzugtes Sammelgebiet Luxemburgische und Französische Bahnen sind wurde er doch schnell fündig und konnte noch vor dem Mittagessen einige langgesuchte Waggons erwerben. So auch bei Jürgen Schmitz, der seit vielen Jahren regelmäßig seinen Verkaufsstand in Dillingen aufbaut. Er ist einer der zahlreichen Spezialisten, die mit ihren besonderen Angeboten in Dillingen auch ausgefallene Wünsche erfüllen können. Neben den "normalen" Eisenbahnen gehört seine Liebe den Trolleybussen und Straßenbahnen aus den Sechziger Jahren, mit denen er auf seinem Stand auch eine kleine Demonstrationsanlage aufgebaut hatte. Interessante neue Händler zu finden, die die Modellbahnbörse noch attraktiver machen, ist seit Jahren die Philosophie der Organisatoren, erläutert Karl-Heinz Kiefer, zweiter Vorsitzender der Dillinger Eisenbahnfreunde. So finden sich in den Gängen der Stadthalle inzwischen auch Anbieter, die sich auf Ersatzteile spezialisiert haben, um die teilweise Jahrzehnte alten Loks und Wagen auch weiterhin am Laufen zu halten. Der große Erfolg über die saarländischen Grenzen hinaus gibt ihnen Recht.

Ein sinnliches Erlebnis

Anbieter Günther Wenner, der seit vielen Jahren aus Trier nach Dillingen kommt, bescheinigte den Organisatoren hervorragende Arbeit. Doch die Kunden drängten auch vor seinem Stand. Darunter Ludwin Schumacher aus Nalbach, der voller Freude eine rare Nachbildung der E-Lokbaureihe 194 erwarb. Genau wegen diesem Modell war er nach Dillingen gekommen. Und das mit gutem Grund, denn vor Jahren fuhr der Eisenbahner noch selber auf einer echten Lok dieses Typs. Dieses Erlebnis des Stöberns, Entdeckens, Betastens und Feilschens ist durch unpersönliche Internetauktionen nicht zu ersetzen und lockt auch weiter zur Dillinger Modellbahnbörse.

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