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Ehrenamt hat oberste Priorität

Ehrenamt hat oberste Priorität

Körprich/Piesbach. Es gibt sie noch, Menschen für die das Ehrenamt in ihrer Freizeit oberste Priorität hat. Einer davon ist Dieter Kaspar. Der 67-Jährige Körpricher ist seit 40 Jahren ohne Unterbrechung im Vorstand des TV "Germania" Piesbach (TVP) und davon zuletzt 28 Jahre als dessen erster Vorsitzender tätig

Körprich/Piesbach. Es gibt sie noch, Menschen für die das Ehrenamt in ihrer Freizeit oberste Priorität hat. Einer davon ist Dieter Kaspar. Der 67-Jährige Körpricher ist seit 40 Jahren ohne Unterbrechung im Vorstand des TV "Germania" Piesbach (TVP) und davon zuletzt 28 Jahre als dessen erster Vorsitzender tätig.Unter der Führung von Kaspar hat sich die Mitgliederzahl des TVP in den letzten 25 Jahren von 300 auf 650 mehr als verdoppelt. Der TVP, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene von sechs bis 80 Jahre in 14 Abteilungen Freizeitsport betreiben, ist über die Grenzen Nalbachs vor allem in der Leichtathletik und im Turnen bekannt. Wie viel ehrenamtliche Arbeit erforderlich ist, um einen derart großen Verein über Jahrzehnte attraktiv zu halten, weiß Vorsitzender Kaspar: "Nicht nur ich stecke viel Freizeit in die Belange des Vereins, ohne unsere unentgeltlich tätigen Abteilungs- und Übungsleiter sowie Trainer könnte das vielfältige sportliche Angebot und Engagement mit Kindern sowie Jugendlichen nicht aufrecht erhalten werden".

Vor sieben Jahren ging Kaspar in Rente. Nach wie vor ist er sportlich aktiv, fährt viel Rad und betreibt Fitnesstraining im eigenen Verein. Im Hause Kaspar dreht sich seit Jahrzehnten fast alles um den Sport und die Belange des TVP: "Meine Gattin Monika ist gebürtige Nalbacherin, ich selbst stamme aus Piesbach und gemeinsam wohnen wir seit 1974 in Körprich, unsere sportliche Heimat ist jedoch Piesbach", gibt Kaspar lächelnd zu verstehen. Bei größeren Veranstaltungen des Vereins, wie beispielsweise im letzten Jahr das 100-jährige Bestehen des TVP, hilft die ganze Familie Kaspar einschließlich Sohn Manuel und Tochter Jessica tatkräftig mit. "Allein ohne die jahrzehntelange Unterstützung und das große Verständnis meiner Gattin Monika, hätte ich das anstrengende Engagement als Vorsitzender des TVP nicht bewältigen können", erzählt Kaspar. In seiner Funktion als Vorsitzender sei er häufig als Vermittler zwischen den einzelnen Vereinssparten tätig, pflege aber auch die notwendigen Kontakte zur Gemeindeverwaltung und den lokalen Politikern. Lobend äußerte sich Kaspar über die Gemeinde Nalbach: "Der Bau der Primspark-Sportanlagen 2007 hat unserem Verein einen neuen Aufschwung gebracht."

Auch wenn er mit 67 Jahren noch nicht ans Aufhören denkt, ist der Vorsitzende des TVP in Sorge, irgendwann mal einen qualifizierten Nachfolger für die Vereinsführung zu finden. "Die jungen Leute sind heute alle sehr beschäftigt und haben wenig Zeit, um große Verantwortung für ein Ehrenamt zu übernehmen", bedauert Kaspar. Derweil nimmt beim TVP ein weiteres bauliches Projekt Formen an, bei dem auch Vorsitzender Kaspar selbst mit Hand anlegt. "Mit unserem Vereinsarchitekten Richard Kallenborn und mehreren Helfern bauen wir an unseren Sportplatzkabinen einen neuen Raum für Krafttraining in Eigenregie an", sagte Kaspar.