Die pure Lust an der Gartenarbeit

Nalbach. Gisbert Jung gehört zu den wenigen Selbstversorgern in seinem Heimatort, die den arbeitsintensiven Anbau von Gemüse im eigenen Nutzgarten nicht scheuen. Neben dem Anbau von klassischem Gemüse wie Gurken, Möhren und Kohl experimentiert der 71-jährige gelernte Maurer und frühere Mitarbeiter der Dillinger Hütte immer wieder gern mit speziellen Gartenprodukten

 Stolz präsentiert der Nalbacher Hobbygärtner Gisbert Jung, was in fünf Monaten aus einem einzigen Kürbiskern geworden ist. Foto: Dieter Lorig

Stolz präsentiert der Nalbacher Hobbygärtner Gisbert Jung, was in fünf Monaten aus einem einzigen Kürbiskern geworden ist. Foto: Dieter Lorig

Nalbach. Gisbert Jung gehört zu den wenigen Selbstversorgern in seinem Heimatort, die den arbeitsintensiven Anbau von Gemüse im eigenen Nutzgarten nicht scheuen. Neben dem Anbau von klassischem Gemüse wie Gurken, Möhren und Kohl experimentiert der 71-jährige gelernte Maurer und frühere Mitarbeiter der Dillinger Hütte immer wieder gern mit speziellen Gartenprodukten. In diesem Jahr sind es blaue und rote Kartoffeln sowie große Speisekürbisse. Besonders stolz ist der Hobbygärtner auf seine Kürbisse. Aus nur einem einzigen gesäten Kürbiskern hat Jung in den vergangenen fünf Monaten eine Staude großgezogen, an der zwölf Kürbisse gedeihen konnten. "Fünf davon habe ich frühzeitig entfernt, so dass die restlichen sieben Kürbisse sich optimal entwickeln können", erläuterte Jung im Gespräch mit der SZ. Die Mutter-Staude hat sich zwischenzeitlich über eine große Fläche im Garten ausgebreitet. Mittlerweile haben die sieben Kürbisse jeweils einen Umfang von etwa 75 Zentimeter bei einem Gewicht von gut und gerne zehn Kilogramm. Die gereiften Prachtexemplare wird der Nalbacher Hobbygärtner anlässlich der Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Nalbacher Obst- und Gartenbauvereins am Samstag und Sonntag, 11. und 12. September, in der Nalbacher Litermonthalle ausstellen. Speisekürbisse gelten als Schlankmacher, sind fettfrei sowie reich an Vitaminen und Ballaststoffen. Jung schwört für seinen Nutzgarten auf Naturdung, wie beispielsweise Hühner-, Tauben- und Kaninchenmist. "Damit erziele ich die besten Erfolge", sagt er. Der Mann weiß, wovon er spricht. Seit über 40 Jahren beschäftigt er sich mit dem Gemüseanbau und ist bereits 30 Jahre Mitglied im Nalbacher Gartenbauverein, dessen stellvertretender Vorsitzender er heute ist. "Gartenarbeit macht viel Freude, man hat Bewegung an der frischen Luft, kann aber manchmal auch anstrengend sein", gibt Jung zu verstehen. Während der sommerlichen Trockenperiode hat Jung täglich mit bis zu 80 Liter Wasser in seinem Nutzgarten genetzt.

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