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Die jungen Faasendbozen KV Nalbach vermissen das Schunkeln während Corona

Registrierungspflichtiger Inhalt: SZ-Serie Karnevalsvereine der Regionn : Noch neu und schon auf Pause

Die Faasendbozen vom 2017 gegründeten Karnevalsverein Nalbach vermissen das Schunkeln.

Nicht alle Karnevalsvereine bestehen seit Jahrzehnten und sind Traditionsvereine. Das Gegenteil beweist der Karnevalsverein „Die Faasendbozen“ Nalbach. Am 17.07.2017 gründeten die Mitglieder den Verein und seitdem ist Andrea Kiefer die Präsidentin unter den Nalbacher Narren.

„Wir sind ein Verein mit 140 Mitgliedern, davon sind 70 aktiv. Wir haben einige Schau- und Marschtanzgruppen. Die Kleinen von drei bis fünf Jahren tanzen in der Minigarde. Die Sechs- bis Zehnjährigen schwingen ihr Tanzbein in der Kindergarde und die Elf- bis 14-Jährigen in der Juniorengarde. Doch natürlich haben wir auch eine Aktivengarde. Die Mädels sind zwischen 15 und 30 Jahren“, zählt die Präsidentin auf.

Doch der Karnevalsverein hat auch eine besondere Gruppe. „Wir haben eine Jungsgruppe, dort tanzen mehrere Jungs einen Showtanz und trainieren sonst wöchentlich“, betont die stellvertretende Präsidentin Sammia Urnau nicht ohne Stolz. Der Karnevalsverein hat seit zwei Jahren ein eigenes Maskottchen, das sich „Bozenwilli“ nennt. Unter dem Kostüm versteckt sich meistens Noah Urnau. Der Zehnjährige vermisst den Karneval sehr: „Ich war der erste Kinderprinz im Verein, meine Prinzessin war meine Zwillingsschwester. Seit zwei Jahren verkleide ich mich als „Bozenwilli“ und tanze in der Jungsgruppe. Leider darf momentan kein Training stattfinden und wir mussten die Veranstaltungen absagen“.

In dieser Session sollte es auch das erste Erwachsenen-Prinzenpaar im Karnevalsverein geben, auch dies ist nun wegen der Corona-Pandemie verschoben. „Wir veranstalten sonst eine Kappensitzung, eine Abendveranstaltung ab 18 Jahren mit Liveband, nennt sich „Bozenball“, einen „Kinder-Bozenball“ und ein Schautanzfestival. Bisher haben wir erstmal alles abgesagt“, berichtet Andrea Kiefer. Der Verein sei wie eine sehr große Familie für die Mitglieder, sagt sie, weswegen es schade sei, dass sie sich momentan nicht sehen können. „Uns allen fehlt das Lachen, singen, schunkeln und gemeinsam Spaß haben sehr. Unsere Aktiven haben trotzdem ihr Weihnachtsgeschenk bekommen, auch wenn keine Feier stattfinden kann. Außerdem planen wir Ersatzveranstaltungen, aber das wird eine Überraschung. Die Vereinsmitglieder und Anwohner Nalbachs werden trotz Corona noch öfter von uns hören“, kündigt die Präsidentin an.

Alle Serienteile zum Nachlesen im Internet:

www.saarbruecker-zeitung.de/karnevalisten-sls