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Die Bürger haben bald die Wahl

Die Bürger haben bald die Wahl

St. Wendel. Am Sonntag, 7. Juni, sind rund 76 000 Bürger im Landkreis St. Wendel aufgerufen, neue Orts- und Gemeinderäte zu wählen sowie den neuen Kreistag. Die Wahlvorschläge der Parteien mussten bis Anfang April bei den Wahlämtern eingegangen sein. Mittlerweile ist klar, wer wo kandidiert. Die SZ gibt einen Überblick

St. Wendel. Am Sonntag, 7. Juni, sind rund 76 000 Bürger im Landkreis St. Wendel aufgerufen, neue Orts- und Gemeinderäte zu wählen sowie den neuen Kreistag. Die Wahlvorschläge der Parteien mussten bis Anfang April bei den Wahlämtern eingegangen sein. Mittlerweile ist klar, wer wo kandidiert. Die SZ gibt einen Überblick.Klar ist, dass mehr politische Gruppierungen in den Räten vertreten sein werden. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen weggefallen ist. Wer bisher in einen Rat einziehen wollte, musste mindestens fünf Prozent der Wählerstimmen bekommen. Durch den Wegfall dieser Hürde haben es kleine Parteien leichter, in die Kommunalparlamente zu kommen. Grob gerechnet brauchen sie (je nach Zahl der Wahlberechtigten) etwa drei Prozent der Stimmen für einen Sitz. Zum zweiten gibt es auf kommunaler Ebene erstmals eine neue Partei, die Linke. Sie ist 2004 noch nicht angetreten.CDU und SPD treten in allen Kommunen an, die FDP in vier, die Grünen und die Linken in sieben von acht, weitere Gruppierungen in drei. Die wenigsten Parteien bewerben sich mit drei in Freisen um ein Mandat (CDU, SPD, Grüne), die meisten mit sechs in Nonnweiler (CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Freie Wählergemeinschaft). Im neuen Kreistag wollen neben CDU und SPD auch FDP, Grüne und Linke mitarbeiten.Wie sieht es in den einzelnen Gemeinden, der Stadt St. Wendel aus und auf Kreisebene aus? Für den Kreistag St. Wendel haben fünf Parteien Listen eingereicht: CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke. Auf Platz eins steht für die CDU Landrat Udo Recktenwald, für die SPD Magnus Jung, die Grünen Lars Schlaup, die FDP Michael Lukas und die Linken Mike Martin. Im aktuelle Kreistag gibt es zwei Parteien, CDU und SPD, die CDU verfügt über die Mehrheit. Rund 76 000 Bürger dürfen den neuen Kreistag wählen In Freisen treten drei Parteien zur Kommunalwahl an: CDU, SPD und Grüne. Spitzenkandidat der CDU ist Bürgermeister Wolfgang Alles, der SPD Dieter Neurohr, der Grünen Hans Fischer. Zurzeit sind mit CDU und SPD zwei Parteien im Gemeinderat vertreten, die CDU hat die Mehrheit. Für die Ortsräte kandidieren nur SPD und CDU. Rund 7000 Wahlberechtigte gibt es in Freisen. In Marpingen wollen vier Parteien in den Gemeinderat: CDU, SPD, Grüne und Linke. Für die CDU steht Peter Keßler auf Platz eins, für die SPD Bürgermeister Werner Laub, für die Grünen Carola Uhl und die Linken Eric Gatzke. Im bisherigen Gemeinderat sind CDU und SPD, die CDU hat die Mehrheit. Für die Ortsräte kandidieren CDU und SPD, in Urexweiler auch die Linken. 9270 Bürger sind in der Gemeinde zur Wahl aufgerufen. In Namborn bewerben sich fünf Parteien für den Gemeinderat: CDU, SPD, Grüne, Linke und Freie Liste. Spitzenkandidat der CDU ist Thomas Rein, der SPD Michael Schummer, der Grünen Ralf Schöneberger, der Linken Karl-Peter Scheit und der Freien Liste Benedikt Haupenthal. Zurzeit sind in Namborn drei Parteien im Rat, CDU, SPD und Freie Liste, die Mehrheit hat die CDU.Für alle acht Ortsräte kandidieren CDU und SPD, die Freien in Baltersweiler, Eisweiler-Pinsweiler, Gehweiler, Hofeld-Mauschbach und Roschberg, die Grünen in Eisweiler-Pinsweiler. 6200 Wahlberechtigte gibt es in der Gemeinde. Namborn wählt in Urwahl am Sonntag, 7. Juni, auch den Bürgermeister. In Nohfelden treten fünf Parteien an: CDU, SPD, UBNN, FDP und Linke. Für die CDU ist Bürgermeister Andreas Veit der erste Mann, für die SPD Eckhard Heylmann, die UBNN Steffen Schopper, die FDP Guido Baltes und die Linken Hellmuth Noll. Im jetzigen Rat sind CDU, SPD und UBNN vertreten, keine Partei kann alleine regieren.CDU und SPD haben für allen zwölf Ortsräte Listen aufgestellt. Darüber hinaus bewirbt sich die FDP in Walhausen, Nohfelden und Türkismühle, die UBNN in allen Ortsteilen außer Eiweiler, Selbach, Wolfersweiler und Walhausen. Wahlberechtigte gibt es in Nohfelden 8800. In Nonnweiler wollen die meisten Parteien in den Rat, nämlich sechs: CDU, SPD, Freie Wählergemeinschaft, FDP, Grüne und Linke. Spitzenkandidaten sind für die CDU Bürgermeister Hans-Uwe Schneider, die SPD Franz Josef Barth, die Freie Wählergemeinschaft Theo Weber, die FDP Michael Lukas, die Grünen Manfred Stroh und die Linken Roland Riemann. Im aktuellen Rat sind CDU, SPD und Freie Wählergemeinschaft vertreten, CDU und FWG stellen gemeinsam die Mehrheit.Für die Ortsräte kandidieren CDU und SPD, in Nonnweiler zudem die FWG und in Sitzerath die FDP. In Nonnweiler dürfen 7550 Bürger wählen. In Oberthal bewerben sich vier Parteien für den Gemeinderat: CDU, SPD, Linke und Grüne. Auf Platz eins stehen hier Bürgermeister Stefan Rausch für die CDU, Walter Kunkel für die SPD, Karin Rohrmüller für die Linken und Dirk Buttgereit für die Grünen. Im derzeitigen Gemeinderat arbeiten CDU und SPD, die CDU hat die Mehrheit. Ortsratslisten haben CDU und SPD eingereicht. Wahlberechtigte sind es in Oberthal 5300. In der Stadt St. Wendel wollen künftig fünf Parteien mitentscheiden: CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke. Spitzenkandidaten sind hier für die CDU Bürgermeister Klaus Bouillon, für die SPD Torsten Lang, die Grünen Tillmann Schön, die FDP Michael Wörtz und die Linken Hans Weinmann. Im Moment gibt es zwei Parteien im Stadtrat, SPD und CDU. Die Mehrheit hält die CDU.In den Stadtteilen kandidieren SPD und CDU mit der Ausnahme Werschweiler. Dort gibt es keine Parteiliste, sondern nur eine Liste einer parteiübergreifenden Wählergruppe. In Niederkirchen bewerben sich zudem die Linken für den Ortsrat. 22 000 Bürger sind in der Kreisstadt zur Wahl aufgerufen.In Tholey haben fünf Parteien Listen eingereicht: CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Für die CDU kandidiert an erster Stelle Helmut Rauber, für die SPD Klaus-Dieter Kirsch, die FDP Christian Schmidt, die Grünen Ewald Müller und die Linken Mike Martin. Im aktuellen Gemeinderat arbeiten CDU und SPD, die CDU stellt die größte Fraktion. Für die Ortsräte kandidieren CDU und SPD, in Hasborn-Dautweiler zudem die Linken, in Theley auch eine Freie Liste. Rund 10 000 Wahlberechtigte gibt es in bei der Kommunalwahl in der Gemeinde Tholey.

HintergrundIn einigen Kommunen stehen die Bürgermeister auf Platz eins ihrer Parteiliste, ebenso der Landrat für die Kreistagswahl. Dies hat eher symbolische Bedeutung, wollen die Verwaltungschefs damit doch für die Unterstützung ihrer Parteien werben. Denn sie werden ihre Mandate nicht annehmen. Würden sie das tun, müssten sie nämlich ihr Amt als Bürgermeister oder Landrat aufgeben. Gleichzeitig Verwaltungschef zu sein und Mitglied eines Gemeinde-, Stadtrates oder des Kreistages geht nämlich im Saarland nicht. vf