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Buchvorstellung
Als der Krieg auch nach Nalbach kam

Achim Kallenborn stellt seine neueste Publikation über das Leben der Soldaten und Zivilbevölkerung während des Ersten Weltkrieges sowie militärische Ausrüstungsgegenstände aus dieser Zeit im Gasthaus Spurk vor.
Achim Kallenborn stellt seine neueste Publikation über das Leben der Soldaten und Zivilbevölkerung während des Ersten Weltkrieges sowie militärische Ausrüstungsgegenstände aus dieser Zeit im Gasthaus Spurk vor. FOTO: Lorig
Körprich. Neue Publikation von Achim Kallenborn zum Ersten Weltkrieg zeigt auf 60 Seiten auch Fotos der heimischen Kriegsteilnehmer.

Der Heimatforscher und Autor Achim Kallenborn bringt eine Broschüre heraus über das Leben in der Gemeinde Nalbach und deren Ortsteilen während des Ersten Weltkrieges. Am Freitag, 23. November 2018, 19 Uhr, stellt Kallenborn sein neues Werk im Saal des Körpricher Gasthauses Spurk vor. Hierzu laden der Autor und Ortsvorsteher Christian Weber ein. Der Eintritt ist frei.


Die Veranstaltung ist gekoppelt mit einer Ausstellung und einem Vortrag über die Lebensumstände im Ersten Weltkrieg. So hat Kallenborn diverse Erinnerungsstücke von Weltkriegsteilnehmern aus Körprich, Bilsdorf, Piesbach, Nalbach und Diefflen zusammengetragen. Darunter sind Utensilien, die der sogenannten Grabenkunst zugeordnet werden können:umgearbeutete Munitions- oder Waffenteile. Aber auch militärische Ausrüstungsgegenstände gehören zu den Ausstellungsstücken.

„Allein 25 Körpricher Soldaten sind im Ersten Weltkrieg gefallen“, berichtet Achim Kallenborn. In dessen Publikation sind auf 60 Seiten Fotos der heimischen Kriegsteilnehmer, aber auch Listen über die Gefallenen und deren Sterbeurkunden sowie viele weitere Dokumente zu sehen. Die Broschüre enthält aber auch Postkarten und Grabfotos aus der damaligen Zeit. 91 Kriegsteilnehmer aus Körprich haben den Ersten Weltkrieg überlebt. Einige der Kriegsveteranen haben ihre Erinnerungen an die schrecklichen Kriegsereignisse schriftlich festgehalten. Einzelne dieser Berichte hat Kallenborn in seine Publikation mit aufgenommen. Darin sind auch Erlebnisberichte aus der Kriegszeit von Ordensschwestern des Dieffler Klosters dokumentiert. „Bei meiner Recherche über die Lebensumstände der damaligen Zeit bin ich unter anderem in den Körpricher und Bilsdorfer Schulchroniken fündig geworden“, erzählt Kallenborn. Viele Fotos und Dokumente erhielt der Körpricher von Nachkommen der Kriegsteilnehmer, worüber er sehr dankbar sei. „In ein paar Jahren dürften keine Erinnerungsstücke mehr von direkten Nachkommen der Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg zu bekommen sein.“



(DL)