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Gesperrter Radweg
Biber überschwemmen Rad- und Wanderweg

Der Prims-Theel-Erlebnisweg ist in Bilsdorf entlang der Prims auf 50 Meter Strecke gesperrt.
Der Prims-Theel-Erlebnisweg ist in Bilsdorf entlang der Prims auf 50 Meter Strecke gesperrt. FOTO: Dieter Lorig
Bilsdorf. Die tierischen Burgenbauer haben dem beliebten Prims-Theel-Erlebnisweg mächtig zugesetzt. Von Dieter Lorig

Der Prims-Theel-Erlebnisweg ist in Bilsdorf entlang der Prims seit einigen Wochen auf einem Teilstück von etwa 50 Meter gesperrt. Schuld daran haben Biber. „Es besteht Unfallgefahr für Radfahrer und Fußgänger, da der Weg in diesem Bereich teilweise überschwemmt und glitschig ist“, bestätigte der Nalbacher Bürgermeister Peter Lehnert gestern auf Nachfrage.


Verantwortlich für die ungewöhnliche Überschwemmung während des heißen Sommers sei nicht der Wasserstand der Prims, sondern es sei das Werk von Bibern. Die Tiere bauen immer wieder kleine Staudämme in einen Entwässerungsgraben, der überschüssiges Wasser aus einem Absinkweiher in die Prims leiten soll.

Bürgermeister Peter Lehnert vermutet, dass durch die anhaltende Trockenzeit wenig Wasser über kleine Bäche in den Weiher fließt und dadurch der Wasserspiegel permanent abgesunken ist. Da hierdurch die normalerweise unter Wasser liegenden Eingänge der Biberbauten trockengelegt werden, verstopfen die Tiere den Abfluss zur Prims. So versuchen die Biber, den Wasserpegel im Weiher wieder anzuheben. Das Aufstauen des Wassers im Entwässerungsgraben führt zu einer partiellen Überschwemmung des daneben verlaufenden Rad- und Gehweges.



Nach Recherchen der SZ stürzten bereits mindestens ein Fußgänger und ein Radfahrer im Bereich des Weges, auf den Wasser und Lehm gespült wurden, und verletzten sich dabei an Kopf und Hüfte. „Die Gefahrenstelle wird voraussichtlich noch in dieser Woche beseitigt“, sagte Lehnert. Dies erfolge dadurch, dass der Entwässerungsgraben tiefer ausgehoben und die Verstopfung beseitigt werde.

Der sieben Kilometer lange und beliebte Prims-Theel-Erlebnisweg wurde im Jahr 2015 als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Lebach und den Kommunen Schmelz sowie Nalbach seiner Bestimmung übergeben. Rund eine Million Euro kostete der Bau des Weges. Dessen Realisierung gilt als eines der größten interkommunalen Projekte in unserer Region.