Adventure-Golf am Litermont Nalbach

Freizeitspaß am Litermont : Mix aus Golf und Minigolf – nur schöner

Die erste Adventure-Golf-Anlage der Saarlandes ist hier jetzt in Betrieb gegangen: beim Hotel am Litermont in Nalbach.

„Adventure-Golf ist eine Mischung aus normalem und Minigolf – macht nur um einiges mehr Spaß“, sagt Volker Scherer. Er ist Betreiber der ersten Adventure-Golf-Anlage des Saarlandes. Die Anlage ist das Schmuckstück des Hotels Am Litermont, das Scherer 2015 ersteigert und aufwändig saniert hat. „Ich habe lange überlegt, was man mit dem vielen Platz um das Hotel anstellen kann – da kam mir die Idee mit der Golfanlage.“ Der Saarwellinger hatte vor zehn Jahren in Österreich das erste Mal von Adventure-Golf erfahren und war direkt begeistert. „Es hat mit Minigolf nicht viel zu tun, eher mit den letzten zehn Metern beim normalen Golf.“

Die großzügige, 2500 Quadratmeter große Anlage kostete stolze 150 000 Euro. „Wir haben aber viel in Eigenleistung gemacht, sonst hätte sie das doppelte gekostet.“ Am teuersten ist der Kunstrasen gewesen, der mit Schotter unterfüttert auch bei Regen bespielbar bleibt. So ist die Anlage bei Wind und Wetter und durch die Beleuchtung auch bei Nacht zu benutzen. „Es waren sogar schon Leute da, die gar kein Golf spielen, sondern einfach barfuß über den Rasen laufen wollten – er fühlt sich wirklich sehr weich an.“

Der Rasen muss künstlich sein, natürlicher Rasen wäre nicht lange bespielbar gewesen. Aufwändig gestaltet mit Gebilden aus Akazienholz, Felsen, Holzbrücken, einem Brunnen sowie einem Bachlauf, der sich durch die gesamte Anlage schlängelt, ist die Anlage ein echter Hingucker. „Die Bäume und Steine sind alle vom Litermont, es ist also eine sehr heimatnahe Anlage. Wir wollten aber noch mehr Lokales mit einfließen lassen, deshalb haben wir aus Eisen einen Förderturm der Völklinger Hütte nachgebaut“, betont der 54-Jährige.

Unterschied zum Minigolf ist beim Adventure-Golf, dass man immer mitten auf dem Spielfeld ist und wie beim richtigen Golf überall hinspielen kann. Einen Strafpunkt gibt es nur, wenn man in den Bachlauf schlägt. Der Fantasie beim Gestalten der Anlage sind beim Adventure-Golf keine Grenzen gesetzt, die Minigolfanlagen sind hingegen fast alle gleich, findet Scherer. „An einem Loch spielt man sogar mit dem Bachlauf, der den Ball weiterbefördert in Richtung nächstes Loch, das fand ich lustig“, sagt er. Hilfestellungen bieten zahlreiche natürliche Hindernisse, wie Baumstämme, Felsen oder eben der Wasserlauf: „Wir haben mit nur 48 Schlägen für alle 18 Löcher sogar schon einen Rekordhalter, den zwölfjährigen Noah Ziegler aus Körprich“, erzählt Scherer.

Zu bieten hat das für 700 000 Euro kernsanierte Gebäude des früheren „Maldix“ aber noch um einiges mehr. Neben einer 100 Meter langen Bogenschießanlage und einem Boule-Platz gibt es einen großen Badeteich für die Gäste. Auch die vielfach prämierte Litermont-Gipfel-Tour startet direkt vor dem Hotel. „Ich war als Kind schon häufiger am Litermont, ich finde, er ist eine Perle des Saarlandes – ich war direkt verliebt“, erzählt Scherer.

Nach 25 Jahren als Sparkassenmitarbeiter wollte der risikofreudige Familienvater etwas Neues wagen und ersteigerte das Areal. „Ich weiß nicht, ob es vielleicht in die Hose geht, aber ich versuche immer gerne neue Dinge – außerdem hat der Litermont ein Hotel verdient, in dem die Wanderer und Urlauber rasten können.“ Deshalb wollte Scherer das Litermont-Hotel aus dem Dornröschenschlaf holen, betont er. Bis jetzt bereut er seine Entscheidung jedenfalls nicht. Mittlerweile hat er sogar drei Vollzeit- und vier Teilzeitkräfte eingestellt. Scherer: „Das Restaurant des Hotels habe ich verpachtet, da arbeiten auch bis zu 17 Leute.“

Das Gelände ist mit viel Lokalkolorit gestaltet. Foto: Daniel Bonenberger

Trotz der teuren Sanierung des Gebäudes, legt Scherer Wert darauf, möglichst alle Bevölkerungsschichten für einen Aufenthalt zu gewinnen: „Ich finde der Litermont ist eines der schönsten Ausflugsziele des Saarlandes, deshalb sollte ein Besuch hier nicht vom Geldbeutel abhängen“, sagt er.

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