Nachruf Die SZ trauert um Johannes Werres

Saarlouis · Wir sind erschüttert: Johannes Werres ist nicht mehr unter uns. Wir nehmen Abschied von einem geschätzten, geachteten und überaus kompetenten Kollegen.

Nachruf auf den langjährigen SZ-Reporter Johannes Werres
Foto: Robby Lorenz

Wir und alle, die ihn gekannt haben, sind sehr traurig: Johannes Werres ist nicht mehr unter uns. Der Kollege, mit dem wir lange Jahre zusammengearbeitet haben, ist von uns gegangen. Er  war ein herausragender Journalist, ein kenntnisreicher und kompetenter Reporter und großartiger Mensch. Wenn er Geschichten anpackte, war sicher, dass es wichtigen lesenswerten Stoff in der Zeitung geben wird. Wer das Privileg hatte, mit „we“ zusammenarbeiten zu dürfen, wusste, sich auf sein Urteil verlassen zu können. Diskussionen mit ihm bereicherten, vielen Jungen in diesem von ihm so ausgezeichnet beherrschten Beruf hat er vieles auf den weiteren Weg mitgeben können.

Johannes Werres war ein über die Stadt und den Landkreis Saarlouis hinaus bekannter und geschätzter Redakteur unserer Zeitung. Seinen scharfen Blick, seine feinsinnige Sicht der Dinge, seinen analytischen Geist hat er sich bis zu seinem Ausscheiden aus unserem Haus Ende 2020 bewahrt. 25 Jahre hatte er bis dahin mit seinen Beiträgen unsere Zeitung geprägt. Seine Texte waren profund, sein Wissen umfassend, seine Kommentare treffsicher, seine Themen packend. Johannes Werres war bestens vernetzt – in der Kommunalpolitik in Saarlouis, aber auch in der kulturellen Szene von Stadt und Landkreis, denn der Kultur galt sein besonderes Augenmerk.

Wenn „alte Schule“ eine Auszeichnung ist, so traf sie auf ihn zu: Neutralität und die Suche nach der Wahrheit in der Berichterstattung, Klarheit in seiner Haltung und dabei stets die Meinung vom Bericht trennend. Und er war nicht nur ein toller Journalist, sondern ein freundlicher, besonnener und mit einem guten Schuss Humor gesegneter Kollege. Es ist ein Jammer, dass er nicht länger unter uns verweilen durfte als knapp 64 Jahre. Wir sind sehr traurig. Wir haben einen Großen unserer Zunft verloren.