Mysteriöse Autoeinbruchsserie beschäftigt die Polizei

Einbruchsserie : Mysteriöse Autoeinbruchsserie beschäftigt die Polizei

Sage und schreibe 19 Autoaufbrüche und ein Fahrzeugdiebstahl haben unbekannte Täter am Wochenende im Raum Saarlouis und Dillingen verübt.

Ziel der Einbrecher waren ordnungsgemäß parkende und abgeschlossene Autos an zumeist öffentlichen Plätzen, bei denen zumeist die Scheibe eingeschlagen und diverse Gegenstände aus den Fahrzeugen gestohlen wurde, berichtet Thomas Barth von der Polizeiinspektion Saarlouis „Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Ermittlungen, es gehen ständig neue Anzeigen bei uns ein“, erklärt der Polizeisprecher auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung.

So könnten zu den bislang bekannten Fällen auch noch weitere hinzukommen, betont Barth. Da bislang nur wenige Geschädigte überhaupt befragt werden konnten, sind die Informationen laut Barth noch sehr spärlich: „Wir vermuten, dass es sich bei den Diebstählen um eine Serie handelt, bei der immer dieselben Täter am Werk waren, auch wenn sich bisher noch überhaupt kein Muster erkennen lässt.“

Auch über die Schadenshöhe lässt sich nur spekulieren, grob überschlagen handele es sich aber um einen mittleren vierstelligen Betrag: „Bislang ermittelt haben wir einen Autoaufbruch im Parkhaus des Fordhochhauses in Saarlouis und einen weiteren am Mitfahrerparkplatz an der Landesstraße 170 in Dillingen“, erklärt der Polizeisprecher. Außerdem ist in der Hospitalstraße in Wallerfangen ein alter Ford Fiesta gestohlen worden: „Wir gehen davon aus, dass dieser Diebstahl in direktem Zusammenhang steht – wir denken, es waren dieselben Täter.“

Sonst lässt sich laut Polizei aber kein roter Faden erkennen, die Diebe hätten wahllos alles mitgehen lassen, was sie in den Fahrzeugen vorgefunden haben: „Wir haben Berichte über gestohlenes Werkzeug über Smartphones und Navigationsgeräte bis hin zu Fachliteratur“, sagt Barth. Auch die Autos scheinen willkürlich ausgewählt worden zu sein: „Es waren wirklich alle Modelle vertreten, von Transportern über Kleinbusse bis hin zu höherklassigen Modellen.“ Auch wenn der Schaden bislang noch nicht beziffert werden könne, sei er wohl nicht so hoch gewesen, berichtet die Polizei. Gemeinsam mit der Kriminalpolizei wird nun mit Hochdruck an der Einbruchsserie gearbeitet, betont Barth.

Auch wenn es gegen Autoeinbrüche keinen generellen Schutz gibt, können Besitzer dennoch einiges tun, um das Risiko zu verringern: „Abschließen muss man sein Fahrzeug natürlich immer, man sollte es aber möglichst in einer Garage parken – wenn das nicht möglich ist, sollte man versuchen, es an möglichst beleuchteten Plätzen und Straßen abzustellen, bei denen es auch viel Durchgangsverkehr gibt“, rät der Polizeisprecher.

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