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Mann aus Landkreis Saarlouis ist siebter Corona-Fall im Saarland

Kostenpflichtiger Inhalt: Kontakt nach Frankreich : Mann aus Landkreis Saarlouis ist siebter Corona-Fall im Saarland

Ein Mann aus dem Landkreis Saarlouis ist der siebte Corona-Fall im Saarland. Das hat das Gesundheitsministerium am Dienstag bekanntgegeben.

Der Mann aus Rehlingen könnte sich laut Behörden in Frankreich mit dem Coronavirus infiziert haben. Eine französische Bekannte des Erkrankten soll positiv auf den Erreger getestet worden sein. Daraufhin ließ auch er einen Test anfertigen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Saarlouis hat für ihn nun Quarantäne in den eigenen vier Wänden angeordnet.

In Frankreich liegt die Zahl der Corona-Infektionen bei über 1400, am stärksten betroffen ist die saarländische Nachbarregion Grand Est mit über 300 Fällen und vier Toten. Möglicherweise gibt es eine Dunkelziffer. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hatte kürzlich in einem Lagebericht erklärt, dass in Grand Est eine Quarantäne der Kontaktpersonen von Corona-Patienten und die Testung aller Verdachtsfälle aus „Kapazitätsgründen“ nicht mehr erfolgen könne. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will den Präsidenten von Grand Est, Jean Rottner, um eine Weiterführung der Tests bitten.  

Bereits am Montag war bekannt geworden, dass auch ein junger Mann aus Merchweiler im Landkreis Neunkirchen erkrankt ist. Der sechste Corona-Patient soll sich bei einem Urlaub in Südtirol angesteckt haben. Er war am vergangenen Freitag ins Saarland zurückgekehrt und steht nun unter häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt des Landkreises sucht nach weiteren Kontaktpersonen.

Dagegen hatte sich der Corona-Verdacht bei einer Frau aus Freisen am Montag nicht bestätigt. Auch sie hatte ihren Urlaub in Südtirol verbracht. Die Skiregion in Norditalien hat das in Deutschland für Infektionskrankheiten zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft.

Derzeit befindet sich dort eine ganze Klassenstufe des Lebacher Johannes-Kepler-Gymnasiums bei einer Ski-Freizeit. Die Schüler sollen schnellstmöglich nach Hause zurückkehren, erklärte am Dienstag der saarländische Regierungssprecher Alexander Zeyer.