Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:10 Uhr

Lebacher Abstiegsdrama

Lebach. Lange Gesichter am Sonntagabend bei den Keglern des KSC Lebach. In einem hochdramatischen Relegationsspiel um den Klassenverbleib in der zweiten Bundesliga unterlag der KSC gegen Eintracht Heringen mit 9849:9852 Holz. Drei Holz waren am Ende einer langen Saison dafür ausschlaggebend, dass die Lebacher in die Landesliga müssen. Dort waren sie zuletzt vor 25 Jahren Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Lebach. Lange Gesichter am Sonntagabend bei den Keglern des KSC Lebach. In einem hochdramatischen Relegationsspiel um den Klassenverbleib in der zweiten Bundesliga unterlag der KSC gegen Eintracht Heringen mit 9849:9852 Holz. Drei Holz waren am Ende einer langen Saison dafür ausschlaggebend, dass die Lebacher in die Landesliga müssen. Dort waren sie zuletzt vor 25 Jahren. Danach kegelten sie ein Vierteljahrhundert ununterbrochen in der Ersten und Zweiten Liga. Der jetzige Niedergang begann 2005 mit einem Brand, der das Lebacher Kegelzentrum zerstörte. Lebach musste seine Heimspiele danach in Losheim austragen - und stieg am Ende der Saison ab. Anschließend war eigentlich die Rückkehr in die Eliteliga geplant - doch es kam ganz anders. Zu früh gefeiert"Das Relegationsspiel war von Anfang bis zum Ende hochdramatisch", berichtete der KSC-Vorsitzende Ernst Reuter. Nach dem ersten von zwei Spielen lag der KSC mit 4913:4914, also mit einem einzigen Holz Unterschied hinten. Im zweiten Spiel (das zum ersten hinzu-addiert wird) führte Lebach dann stellenweise mit 130 Holz Vorsprung. "Da feierten unsere mitgereisten Fans schon", erinnert sich Reuter. Durch Fehler bei den letzten Würfen begann der Vorsprung aber zu schmelzen - und mit dem letzten Wurf drehte Heringen die Partie und hatte am Ende mit 9852:9849 die Nase vorn. "Das ist als ob du im Fußball bis zur 85. Minute mit 3:0 führst und in der 95. Minute das 3:4 kassierst", schüttelt Reuter fassungslos den Kopf.Der Abstieg ist umso schlimmer, weil er eine Kettenreaktion auslöst. Durch den Abstieg der ersten Mannschaft muss die zweite aus der Landesliga und die dritte aus der Liga Nord absteigen, da zwei Mannschaften des selben Vereins nicht in einer Liga kegeln dürfen. "Wir haben jetzt nur noch die geringe Hoffnung, dass eine Mannschaft aus der Ersten oder Zweiten Liga zurückzieht. Dann würden wir drin bleiben", erklärte Reuter. Mit dem KC Wettenberg (Zweite Liga) und dem SKC Paffrath (Bundesliga) sollen Gerüchten zufolge zwei Teams zumindest mit Schwierigkeiten kämpfen. Meldeschluss ist der 30. Juni. Dann wissen die Lebacher, ob es doch noch ein Happy-End gibt.Fast unveränderter Kader Sollte der KSC aber in die Landesliga müssen, gibt es nur ein Ziel. "Dann wollen wir wieder aufsteigen und das müsste uns auch gelingen", sagt Reuter. Außer Mitabsteiger Post SV Saarbrücken dürfte in dieser Spielklasse kein Team den Lebachern das Wasser reichen können. Zumal Lebach nach jetzigem Planungsstand mit fast unverändertem Kader in die Landesliga gehen kann. Nur der Luxemburger Steve Schiltz wird den Verein verlassen und wieder in seinem Heimatland kegeln.