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Zwei Landesbeste aus einem Haus

Zwei Landesbeste aus einem Haus

Unter 100 Lehrlingen im Maler- und Lackiererhandwerk ragte Barbara Kornberger bei der Gesellenprüfung hervor: Sie war Landesbeste mit den Noten Eins und Zwei. Ihr Freund Dominik Schu beendete seine Schornsteinfegerlehre mit zwei Einsen und war ebenfalls Bester im Land.

Dieser Tage teilte Edgar Hoff, Lehrer am Berufsbildungszentrum (BBZ) Merzig, der Saarbrücker Zeitung mit, Barbara Kornberger habe ihre Lehre im Maler- und Lackierer-Handwerk mit der landesbesten Gesellenprüfung abgeschlossen. Als wir die Frau in ihrer Wohnung im Lebacher Stadtteil Landsweiler besuchten, erfuhren wir, dass ihr Lebenspartner Dominik Schu fast zeitgleich mit ihr seine Gesellenprüfung als Schornsteinfeger ebenfalls als Landesbester abgelegt hat. Kornberger erreichte bei ihrer Prüfung die Bestnote Eins im Praktischen und die Zwei in der Theorie. Der frischgebackene Schornsteinfeger wurde sogar zweimal mit der Eins bewertet. Da er bei unserem Besuch gerade für die Meisterprüfung büffelte, sprachen wir mit seiner Freundin. Beide hatten vor ihrer Umschulung den Beruf des Schilder- und Lichtreklame-Herstellers erlernt und auch mehrere Jahre in diesem Bereich gearbeitet.

Als die Tätigkeit als Folientechnikerin sie nicht mehr ausfüllte, hat sie sich für einen neuen Beruf entschieden. Sie erzählt: "Ich wollte unbedingt beim Handwerk bleiben und da ich früher schon viel mit Farben zu tun hatte und auch gerne mit Menschen zusammenkomme, lernte ich Maler und Lackierer. Die zwei Jahre praktische Ausbildung in der Marpinger Firma Andre Schu Baudekor und der Unterricht am BBZ in Merzig mit meinem Klassenlehrer Hoff haben mir eine Menge Freude bereitet. Die Schule war für mich kein langweiliges Muss, sondern mehr eine Fortbildung in Sachen Kreativität".

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehre arbeitet Kornberger in einem kleineren Betrieb, der alle Maler- und Lackiererarbeiten an Gebäuden erledigt. Die hohen körperlichen Anstrengungen stören sie dabei weniger. In naher Zukunft will sie sich in ihrem Beruf weiterbilden und dann, genau wie ihr Freund, die Meisterprüfung ablegen.