Yoga für Kinder im Ferienprogramm der Stadt Lebach

Yoga : Kaktee, Krebs oder doch lieber Krokodil

Komischerweise gibt es beim Kinder-Yoga in Lebach ganz viele Übungen mit „K“-Namen.

Frösche quaken zwischen Umgehungsstraße und Theel im Lebacher Zentrum. Von Bambus und einem kleinen Wasserlauf umgeben liegen Matten und Decken im Gras. Darauf führen neun Kinder Yogaübungen durch. Mal stehen sie wie Kakteen da. Dann kitzeln sie lang ausgestreckt der Sonne die Nase, krabbeln im Krebsgang über den Boden oder liegen wie Krokodile ruhig da.

Zum ersten Mal hatte die Stadt Lebach in ihrem Ferienprogramm Yoga für Kinder angeboten. Am Dienstag waren zwischen zehn und 14 Uhr Kinder von sechs bis zwölf Jahren an der Reihe. Das Angebot für solche ab 13 Jahren stand für Mittwoch auf dem Plan. Doch diese Altersgruppe hielt sich bei Anmeldungen dermaßen zurück, dass der Kurs nicht zustande kam.

Jahrtausende alte Lehre

Yoga ist eine philosophische Lehre, die ursprünglich aus Indien stammt. Sie wurde bereits einige Jahrhunderte vor Christus schriftlich erwähnt. Yoga wurde sogar im Dezember 2016 von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt. Zur praktischen Umsetzung gehören eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen.

„Kinder sind oft schon gestresst“, sagt die ausgebildete Yogalehrerin Lilli Breininger. Aber mit den speziellen Übungen könne einiges an Stress abgebaut werden. Und das macht sie auf spielerische Weise im inspirierenden Umfeld des Asiatischen Gartens. Die Kinder habe ihren Spaß daran. Für etliche von ihnen ist das eine Ergänzung zu ihren sportlichen Tätigkeiten.

Kinder nehmen’s sportlich

„Ich mache Taekwondo“, sagt Maja, 8. „Und Ballett.“ Melissa, 9, erzählt von „Tanzen“. Früher ist sie noch geritten. „Sport ist halt gut“, ist sie überzeugt. Nein, sie spielen kein Fußball, hieß es von den Jungs. Er macht „Ringen und Leichtathletik“, sagt Julian, 9. Ebenso sein Bruder Florian, 8. Der findet die Übung als Raupe „cool“. „Und die Schlange.“ Joshua, 9, erzählt vom Kinderturnen, und dass ihm hier vor allem die sogenannte Berghaltung gefallen habe. Dabei stehen sie aufrecht und entspannt mit geschlossenen Füßen da, was zur kleinen Herausforderung für die Balance wird.

Nach den entspannenden kurzen Übungen zieht sich die kleine froh gestimmte Gruppe gegen Mittag weiter in den kühlen Schatten des Asiatischen Gartens zurück. Dort geht es mit einem Picknick weiter und mit dem Schminken der Gesichter.

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