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Willi Loew ist verstorben: Teil des öffentlichen Lebens

Lebach. Willi Loew aus Lebach ist tot. Er wurde gestern auf dem Lebacher Friedhof beigesetzt. Monika Kühn

Loew war 50 Jahre bis zu seiner Pensionierung 1995 in der Lebacher Amtsverwaltung im Bauamt tätig. Sein Vorgesetzter Karl Birkelbach betreute nach dem Krieg unter anderem die Ketteler Siedlung. Loew fiel die Aufgabe zu, sich mit Baurechtsfragen und Genehmigungen auseinanderzusetzen. Er beantwortete auch mit Zustimmung seiner Vorgesetzten die Fragen der Pressevertreter. Die Kreisredaktion der Saarbrücker Zeitung in Saarlouis schätzte seine Arbeit. Loew berichtete auch über Vereinstätigkeiten und sonstige Vorkommnisse.



Was über Lebach über Jahre in der SZ zu lesen war, das kam zum größten Teil aus der Feder von Willi Loew. Willi Loew, so schildert ihn Klaus Altmeyer, sei stets bescheiden und zurückhaltend gewesen. Ein Erlebnis aber habe ihn fürs Leben geprägt. Familie Loew wohnte in der Jabacher Straße 74. Der Zwölfjährige musste miterleben, wie sein Elternhaus am 6. Oktober 1944 gegen 16 Uhr von einer Fliegerbombe zerstört wurde. Als er aus dem Kellerschutz des Nachbarhauses heraus kam, sah er seinen Vater tot in den Trümmern liegen. Er war nun mit seiner Mutter Agnes allein. Diese betreute und pflegte er bis zu ihrem Tod.

Willi Loew war auch ein begeisterter Sänger. Über viele Jahre hat er die Pressearbeit des Männergesangsvereins Lebach übernommen. Der Chor gestaltete gestern auch das Requiem mit. Willi Loew starb im Alter von 85 Jahren.