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Schüler aus Lebach stellen in Japan ihr Modell vor: Wie Wasser den richtigen Weg findet

Schüler aus Lebach stellen in Japan ihr Modell vor : Wie Wasser den richtigen Weg findet

Lebacher Schüler präsentieren beim größtem Jungforscher-Wettbewerb in Japan „Hightech für den Garten“.

Zum vierten Mal in Folge wurden Schüler des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC auf Japans größten naturwissenschaftlichen Jugendwettbewerb mit dem Publikumspreis geehrt. Teil der erfolgreichen deutschen Delegation waren auch zwei Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Lebach: Yanick Prianon und Lukas Moritz Roth mit ihrem Forschungsprojekt „Hightech für den Garten“.

Die beiden Lebacher Schüler waren gemeinsam mit ihrer Lehrerin Madeleine Müller Teil der MINT-EC-Delegation auf der Super Science High School Student Fair (SSH) im japanischen Kobe. Die SSH ist Japans bedeutendster naturwissenschaftlicher Wettbewerb für Schüler und vergleichbar mit dem deutschen Jugend forscht-Wettbewerb. Rund 4000 Schüler von 206 japanischen und 25 ausländischen Schulen stellten dort an Ständen und auf Postern sowie in Kurzvorträgen ihre MINT-Forschungsprojekte vor.

Die Idee kam ihnen nach den Sommerferien: Als Julian Kobes, Yanick Prianon und Lukas Moritz Roth aus dem Urlaub zurückkehrten, waren in ihren Gärten manche Pflanzen verdorrt oder die Regentonnen nach heftigen Unwettern übergelaufen. Also sannen die drei nach Abhilfe – und ließen sich ein intelligentes Bewässerungssystem einfallen. Mithilfe von Ultraschallsensoren und Magnetventilen leitet es das Regenwasser gezielt in mehrere Tonnen und verhindert so deren Überlaufen. Im Garten misst ein Feuchtigkeitssensor, ob das Erdreich zu trocken ist und aktiviert bei Bedarf den Rasensprenger. Das System läuft zwar automatisch, kann aber auch über das Internet gesteuert werden.

Zunächst haben die 16-jährigen Schüler der Klasse 11 Ma1 bei Jugend forscht mitgemacht und den ersten Platz belegt. Danach ging es zum Bundeswettbewerb. Die Schule wurde angefragt, ob sie mit einem Projekt nach Japan wollten. Hatten sie denn überlegt, ob sie mitfahren sollten? „Nicht wirklich“, denn wann bekommt man die Chance eine so tolle Reise zu machen? Madeleine Müller: „Die beiden haben das toll gemacht. Vor allem haben sie ihr Projekt vor großem Publikum auf Englisch vorgestellt.“

Neben dem einmaligen Erlebnis, ihre Forschungsprojekte im internationalen Kontext zu präsentieren, bot die Reise weitere Höhepunkte. Generalkonsul Dr. Werner Köhler und seine Frau Martina empfingen die Delegation bei sich zu Hause, wo sie sich mit den Jugendlichen über die Forschungsprojekte austauschten. Besichtigungen historischer Kulturgüter wie traditionelle Gärten, Burgen und Schreine, Stadtführungen in Kobe und Kyoto rundeten das Reiseprogramm ab.

Die beiden Schüler der 11. Klasse haben ihr Abitur fest im Visier, außerdem wollen sie an ihrem Projekt weiterarbeiten, allerdings eher privat, und vielleicht finden sich ja Sponsoren, hofft Madeleine Müller, damit das Projekt eines Tages praktisch umgesetzt werden kann.

www.jugend-forscht.de/prjektdatenbank/ein-intelligentes-bewaesserungssystem.html