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WG: Hilfsdienste in der Region: DLRG Lebach

Serie Hilfsdienste im Kreis Saarlouis : DLRG Lebach ohne Nachwuchssorgen

Im Rahmen unserer Serie haben wir Brandbekämpfer, Sanitätsdienste, technische Retter und andere Spezialisten vorgestellt. Diesmal geht es um die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG in Lebach.

Thomas Endres ist der Vorsitzende der Ortsgruppe, sie hat 250 Mitglieder und darunter 100 Aktive. Der 36-jährige Mathematik- und Physiklehrer aus Dörsdorf ist seit 30 Jahren bei der DLRG und steht den Lebacher Wasserrettern seit zwölf Jahren vor. Über eigene Fahrzeuge und Boote verfügt die DLRG-Ortsgruppe nicht, sie hat aber Zugriff auf Fahrzeuge im Bezirk Saarlouis und Boote an den Gewässern, an denen regelmäßig Einsatzdienste verrichtet werden. Sechs Ausbilder und Prüfer für Schwimmen und Rettungsschwimmen hat der Verein und kann damit seine Aktiven selbst qualifizieren. Vier weitere sind in Ausbildung. Knapp zehn Ausbildungsassistenten und weitere Helferinnen und Helfer unterstützen den Verein bei Schwimmkursen und Trainings.

„An diesen Zahlen sieht man, dass wir im Bereich Ausbildung ganz gut aufgestellt sind. Aufgrund stetig laufender Schwimmkurse (vor Corona 40 bis 50 Seepferdchen im Jahr) und die Aufnahme vieler dieser Kinder in den Verein haben wir keine Nachwuchsprobleme im Bereich der sechs- bis zehnjährigen Kinder. Es ist sogar eher schwierig, die große Anzahl an Interessenten zeitnah nach einem Schwimmkurs in den Trainingsbetrieb aufzunehmen“, freut sich Endres. „Wir konnten mit diesen Trainern und Helfern während der Sommermonate insgesamt neun Schwimmkurse mit je zehn Kindern durchführen, in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Gresaubach. Trotzdem ist der Stau auf der Warteliste zu einem solchen Kurs gigantisch. Die Wartezeit beträgt immer noch etwa ein Jahr.“

Nur sehr wenige Mitglieder haben aktuell die Fachausbildung Wasserrettungsdienst. Ebenfalls mangele es an Wachführern, Bootsführern und Strömungsrettern, wobei zwei Rettungstaucher in Ausbildung seien. „Dieser Bereich wird seit einigen Jahren neu aufgebaut. Hier wird im Moment viel Zeit und auch Geld investiert, vor allem in die Ausrüstung der angehenden Taucher, aber auch in die Lehrgangsgebühren. Mit dem Betrieb eines sogenannten Jugend-Einsatz-Teams (JET) versuchen wir, die Mitglieder auch im „schwierigen“ Alter (zwölf bis 16 Jahre) zu halten und mit ihnen die Fachausbildung Wasserrettungsdienst zu absolvieren. Hier hat uns allerdings Corona erheblich ausgebremst: Es konnten gerade mal drei Treffen des JET stattfinden, bevor wir zunächst alles einstellen mussten. Einige Online-Veranstaltungen in diesem Jahr konnten jedoch stattfinden. Im Herbst planen wir die nächsten Präsenz-Treffen des JET.“

Um die Mitglieder an den Verein zu binden, fanden vor Corona viele Jugendveranstaltungen statt: Zeltlager, interne Wettkämpfe, Badespaß in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege, Weihnachtsfeier, Wanderungen, Besuche von Spaßbädern oder Parks. „Auf diese Arbeit bin ich als Vorsitzender besonders stolz und ich bin immer wieder begeistert, mit welchem Engagement die Vorstandsmitglieder und auch viele weitere Helferinnen und Helfer daran mitarbeiten, dass die Aktionen gelingen. Während Corona konnten wir zum Beispiel ein Kürbis-Schnitzen durchführen, und es wurde ein Bastelpaket an viele interessierte Mitglieder verschickt.“

Die Basis der Ortsgruppe sind Räume in der Grundschule Aschbach. Wirkungsstätte ist das Hallenbad in Lebach, wo alle Kurse stattfinden.

Nach dem Start des Kursbetriebes im Juni 2021 konnten fünf Trainingswochen vor den Sommerferien durchgeführt werden. Außerdem konnten bis Ende der Ferien insgesamt neun Schwimmkurse stattfinden. „Nach den Sommerferien wollen wir den Ausbildungsstau abbauen. Dazu sind Schwimmkurse für Fortgeschrittene, Junior-Retter-Kurse und Rettungsschwimmkurse sowie die Ausbildung in Erster Hilfe in Planung. Außerdem wollen wir auch wieder verstärkt Jugendarbeit betreiben, um das Vereinsleben wieder in Schwung zu bringen. Wir sind eine kleine, aber feine DLRG-Ortsgruppe. Wie beschrieben, bieten wir vor allem für die jüngeren Kinder viele Aktivitäten an.“