Werkverzeichnis Richard Hoffmann Lebach

Richard Hoffmann : Dieses Werk sucht seinesgleichen

Der Künstler Richoff der Zelltektonik verschrieben. Nun gibt es ein Werkverzeichnis seiner Arbeiten.

Die Zelle, Ursprung allen Lebens ist für Richard Hoffmann auch das „Mutterelement allen Werdens“. Seit den 1980er-Jahren hat sich der Maler und Bildhauer unter dem Künstlernamen Richoff der Zelltektonik verschrieben. Mit seinen Werken will und wollte sich der 87-Jährige seinen eigenen Stil schaffen. Dass dies gelungen ist, beweisen seine zahlreichen Werke.

Mit seinem neuesten Werk will der Lebacher einen Terminus setzen hinsichtlich der langen künstlerischen Entwicklungsphasen in seinem Schaffensprozess von seinen frühen Jugendjahren bis in die Gegenwart. In Öl auf Leinwand hat er ein Werk von 2,50 mal 1,80 Metern geschaffen, in das er alle seine Erfahrungen und Ideen in Bezug auf „die Zelle als das Grundprinzip allen Lebens“ einfließen ließ. So groß das Bild, so lang auch der Titel: Abenteuerliche Reise in einen Teilbereich des Mikrokosmos organischer Zellformationen, Bausteine allen Lebens.

Auf Initiative von Claudia Maas, unter der Leitung von Prof. Ensweiler, Institut für aktuelle Kunst im Saarland, wurde dem Künstler nahegelegt, sich ein Werkverzeichnis erstellen zu lassen. Das Institut hat ein umfangreiches Dossier angelegt, darunter auch CDs und DVDs, bezogen auf ein Künstler-Porträt von dem in Berlin lebenden Film- und Dokumentations-Regisseur Benjamin Riehm.

Auch Richard Wagner vom Historischen Verein Lebach hat im Vorfeld mehrere Hundert Bilddokumentationen erfasst, sie chronologisch und zeitlich geordnet und zugleich eine digitale Bildbearbeitung durchgeführt.

1987 verfasste Richoff eine Broschüre mit acht großformatigen Bildern in Kunstdruck mit der Überschrift „Die ersten Bilder in der Entwicklung hin zur zelltektonischen Malerei“. Als Begründer dieser „Neuen Sicht“ verfasste er sein erstes Manifest. 2004 folgte ein zweites, weit umfassenderes „Zelltektonisches Manifest“. Darin geißelt der Künstler unter anderem den internationalen Kunstmarkt, bezogen auf die Kunst der Gegenwart mit Fakten, die „signifikant für die Verderbtheit, Dekadenz, Perversion, Schizophrenie“ seien. Das „absolute Nichts“ erziele die höchsten Preise.