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Welche Gefahren durch die Flutungen drohen könnten

Lebach. Das Thema Bergbau nahm in der Sitzung des Lebacher Stadtrats breiten Raum ein. Ausführlich wurde über angedachte Flutungsmaßnahmen der RAG diskutiert, über bergbauliche Einwirkungen und über eine Schlussregulierung. Monika Kühn

Gut zwei Stunden lang wurden Ratsmitglieder und Besucher in der jüngsten Stadtratssitzung von Lebach über bergbauliche Maßnahmen informiert. Heribert Maurer, Leitender Bergdirektor beim Oberbergamt, nahm Stellung zu Planungen und Zulassungsverfahren der von der RAG angedachten Flutungsmaßnahmen. Er erklärte anschaulich, wie die einzelnen Wasserprovinzen (Reden, Camphausen, Püttlingen-Viktoria, Luisenthal, Ensdorf-Duhamel) miteinander verbunden sind, wie Grubenwasser fließe, welche Gefahren durch Flutungen drohen könnten, ob es Auswirkungen in Bezug auf Erschütterungen geben oder ob es zu Hebungen oder Verwerfungen kommen könne. Das Gefahrenpotenzial kenne niemand.

16 Millionen Euro Kosten



Auch sprach Maurer die Kosten von 16 Millionen Euro an, die jährlich allein an der Saar fürs Pumpen ausgegeben werden müssen. Bis 2018 ist die RAG für diese Ewigkeitskosten zuständig, dann die RAG-Stiftung. Gehe auch dieser das Geld aus, müssen Bund und Land zahlen. Maurer könne sich eine Optimierung an der Saar vorstellen, also eine Flutung bis minus 320 Meter. Doch nur Gutachten könnten darüber Auskunft geben.

Ausführlich informierte Gangolf Hontheim , Leiter der Stabstelle Bergschäden, in der Sitzung wie eine Schlussregulierung der Stadt Lebach in Bezug auf Bergschäden aussehen könne. Er sprach die Verjährungsfristen an, die Abschreibungsproblematik, wie Schäden reguliert oder wie sich die finanziellen Ansprüche zusammensetzen. "Eile ist nicht geboten." Würde sich Lebach zu einer Schlussregulierung entschließen, würde das (spätere) Flutungsschäden nicht tangieren. "Flutungsbedingte Schäden sind Bergschäden." Rainer Heckelmann, Leiter des Bergamtes, zeigte mithilfe einer Präsentation, wie die Flöze unter Lebach verlaufen, wie sich die Einwirkungsgrenzen berechneten.

Positive Resonanz

Seit einem halben Jahr stehen Blitzer an drei Stellen im Stadtgebiet. Über 20 000 Verstöße wurden seitdem gemessen. Diese Mess-Stellen, so Bürgermeister Klauspeter Brill, hätten sich bewährt. Neben der Geschwindigkeitsreduzierung gäbe es auch positive Resonanz aus der Bevölkerung und von den Anwohnern. Die Testphase beträgt insgesamt ein Jahr.