Wegkreuz erinnert an Familie

Thalexweiler. Wegkreuze bekunden auch heute noch den festen Glauben der Menschen, die sie vor vielen Jahren oder Jahrzehnten an Wegrändern, auf Feldern, in Gärten oder auch mitten im Dorf errichtet haben. Ein ungewöhnliches Kreuz, das seinen Platz am Ende der Friedhofstraße in Thalexweiler hat, wurde nach aufwendiger Restaurierung von Pfarrer Hans Georg Müller wieder eingesegnet

Thalexweiler. Wegkreuze bekunden auch heute noch den festen Glauben der Menschen, die sie vor vielen Jahren oder Jahrzehnten an Wegrändern, auf Feldern, in Gärten oder auch mitten im Dorf errichtet haben. Ein ungewöhnliches Kreuz, das seinen Platz am Ende der Friedhofstraße in Thalexweiler hat, wurde nach aufwendiger Restaurierung von Pfarrer Hans Georg Müller wieder eingesegnet. Die Restaurierung, in die Josef Nicolay, Walter Lesch und Reinhold Morsch 250 Arbeitsstunden investierten, war notwendig geworden, nachdem das 135 Jahre alte Kreuz 2006 Ziel sinnloser Zerstörungswut geworden war. Die Besonderheit dieses Kreuzes besteht darin, dass es ursprünglich das Grabkreuz der Eheleute Peter Thewes und Catharina Ruloff gewesen war, die 1904 beziehungsweise 1876 verstarben. In dieser Funktion stand es damals auf dem alten Friedhof Thalexweiler, am Standort des heutigen Kriegerehrenmales.

Meisterliche Steinmetzkunst

Als der alte Friedhof 1953/54 eingeebnet wurde, bewahrte Josef Lesch das Grabkreuz seiner Großeltern vor der Zerstörung und lagerte es zunächst ein. Nachdem Lesch Anfang der 60er Jahre Bürgermeister von Thalexweiler geworden war, wurde auf seine Initiative das Kreuz an seinem heutigen idyllischen Standort wieder aufgerichtet, wo es nun nach seiner dritten Aufrichtung wieder als Wegkreuz steht und zugleich die meisterliche Steinmetzkunst des 19. Jahrhunderts repräsentiert. red