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Vorlesetag in Lebach
Vorleser begeisterten ihre jungen Zuhörer

Die Ruth-Schaumann-Schule machte am Freitag beim 15. bundesweiten Vorlesetag mit. Die Schüler und Lehrerinnen der Klasse 2.2 begrüßten den Vorleser Karl-Heinz König.
Die Ruth-Schaumann-Schule machte am Freitag beim 15. bundesweiten Vorlesetag mit. Die Schüler und Lehrerinnen der Klasse 2.2 begrüßten den Vorleser Karl-Heinz König. FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel
Lebach. Zweitklässler der Lebacher Ruth-Schaumann-Schule hörten Bücher.

Der bundesweite Vorlesetag hat Tradition. Viele Menschen besuchen Kinder an ihren Schulen und vermitteln ihnen die Lust am Lesen. Stellvertretend für die zahlreichen Einrichtungen, die an diesem Tag besucht wurden, haben wir bei der Ruth-Schaumann-Schule in Lebach reingeschaut.


„Der Hase und der Igel“, diese spannende und lustige Geschichte der Gebrüder Grimm las Karl-Heinz König an der Ruth-Schaumann-Schule den Zweitklässlern vor. Er war einer der 14 Vorlesepaten, die an diesem Tag an der Förderschule mit überregionalem Förderzentrum Hören und Kommunikation den Kindern vorlasen.

Zum achten Mal gibt es diesen Vorlesetag an der Schule. Schulleiterin Gabriele Ebert betonte bei ihrer Begrüßung, dass sich bundesweit in diesem Jahr 679 111 Paten an Schulen treffen, um den jungen Menschen das Lesen näher zu bringen, sie dafür zu begeistern. Ihre Worte wurden selbstverständlich in Gebärdensprache übersetzt. Auch in den Klassen unterstützten die Lehrer und Lehrerinnen die Vorleser immer wieder mit Gebärden.



Der pensionierte Lehrer Karl-Heinz König aus Aschbach las den Kindern der Zweiten Klassen das Märchen „Der Hase und der Igel“ vor. Für Lehrerin Katja Mascher und ihre Kollegin Katrin Vinzent war es ein Leichtes, König vorzustellen. Der Name „König“ bedurfte nur einer Krone, war also sehr gut zu zeigen.

Bevor es ans Erzählen ging, mussten sich alle „warm“ machen. Mit Lockerungsübungen hatte König die Zweitklässler schnell in seinen Bann gezogen. Sie machten munter mit, klopften, klatschten und schnippten mit den Fingern. Eine Vorstellungsmaus hatte der ehemalige Lehrer auch dabei. Er bat die Kinder, sich vorzustellen, manche verrieten sogar ihre Schuhgröße.

Der Geschichtenerzähler erhielt durch Bilder Unterstützung. Auch die Kinder halfen ihm immer wieder beim Erzählen und riefen an den passenden Stellen: „Ich bin schon da.“ Den Wettlauf von Igel und Hase, bei dem es um einen Taler und eine Flasche Wein ging, erlebten die Schüler quasi mit. Zwischendurch erklärte König ihnen auch unbekannte Wörter wie, was ein Taler oder eine Furche ist. Als dann der Hase nach 75-maligen Laufen erschöpft liegen blieb, freuten sich alle mit dem Igel, weil dieser durch eine List den Wettlauf gewonnen hatte und freudestrahlend mit Frau Igel, dem gewonnenen Taler und der Flasche Wein nach Hause gehen konnte. „Schade, dass die Geschichte nicht mehr weiter geht“, bedauerte ein Mädchen.

(kü)