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Volleyball: TV Lebach empfängt am Samstag den Spitzenreiter SV Sinsheim

Volleyball : Ist die Außenseiterrolle ein Vorteil?

Die Volleyballerinnen des TV Lebach empfangen an diesem Samstag Spitzenreiter SV Sinsheim. Mittelblockerin Linda Kutsch hofft auf eine Überraschung gegen den Ligaprimus.

Das wird eine verdammt harte Nuss! Für die Volleyballerinnen des TV Lebach geht es an diesem Samstag in der 3. Liga Süd gegen den SV Sinsheim. Der Gegner ist dabei so etwas wie der FC Bayern der Liga. Zwei Mal wurde Sinsheim zuletzt Meister, doch der Club verzichtete jeweils auf den Aufstieg in die 2. Liga.

Auch diese Spielzeit steht der SV wieder ganz oben. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Karlsruhe-Beiertheim. Der TV Lebach hat als Vierter sogar schon 13 Zähler weniger. Damit ist klar, dass die Theelstädterinnen gegen den Spitzenreiter klar in der Außenseiterrolle sind.

Aber genau darin sieht Lebachs Mittelblockerin Linda Kutsch auch eine Chance für ihr Team. „Wenn du der Underdog bist, kannst du befreit aufspielen“, erklärt die 23-Jährige. „Niemand erwartet, dass wir den Gegner mit 3:0 aus der Halle fegen.“

Allerdings weiß auch die aus Steinbach stammende Jura-Studentin, dass es eine schwere Aufgabe wird. „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen unsere Aufschläge gut sein, damit Sinsheim nicht zu seinem Angriffsspiel kommt“, analysiert die TV-Akteurin, die mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden ist. „Mit unserem vierten Platz bin ich total happy.“ Die gute Nachricht für den TV: Selbst bei einer Niederlage am Samstag wird das Team von Trainer Philipp Betz auf diesem Tabellenplatz bleiben.

Dennoch hofft Lebach auf eine Überraschung – und auf Punkte gegen den Favoriten. Dabei wird auf Kutsch eine Schlüsselrolle zukommen. „Als Mittelblockerin muss ich die Außenspielerinnen unterstützen“, verrät die 23-Jährige. Das heißt im Klartext: Sie muss beobachten, was die gegnerische Zuspielerin macht, dann schnell reagieren, um nach Möglichkeit einen sogenannten Doppelblock hinzubekommen. Bei diesem versuchen gleich zwei Spielerinnen des abwehrenden Teams, einen Angriffsschlag des Gegners abzuwehren.

Zum Volleyballsport kam Kutsch übrigens eher durch Zufall. „Meine ältere Schwester Laura hat angefangen, in Lebach zu spielen. Ich bin eigentlich immer nur mitgefahren, wenn meine Mutter sie ins Training brachte“, erzählt die Mittelblockerin. Von Jugendtrainerin Irina Krutsch wurde sie dann überredet, auch selbst einmal ans Netz zu gehen. Während Schwester Laura ein paar Monate später wieder mit dem Volleyball aufhörte, ist Linda seitdem dabei geblieben. Eine Entscheidung, die sich ausgezahlt hat. Denn schließlich schaffte sie mit Lebach in den letzten Jahren den Aufstieg von der Oberliga bis in die 3. Liga. Und dort will sie jetzt an diesem Samstag den Spitzenreiter ärgern.

Der TV Lebach richtet an diesem Sonntag ab 10 Uhr die Saarlandmeisterschaften der weiblichen U 18 aus. Kurios: Alle Titelfavoriten treffen bereits in der Vorrundengruppe A aufeinander. Dort spielen der TV Lebach, der TV Holz und der TV Wiesbach. Gruppe B bilden der TV Saarwellingen I und II sowie der SSC Freisen.