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Volleyball
Feuertaufe für das neu formierte Team

Die Volleyballerinnen des TV Lebach freuen sich auf den Saison-Start in der 3. Liga. Zu Gast ist an diesem Sonntag das Team des Bundesstützpunktes aus Stuttgart. Dabei soll gleich ein Sieg her.
Die Volleyballerinnen des TV Lebach freuen sich auf den Saison-Start in der 3. Liga. Zu Gast ist an diesem Sonntag das Team des Bundesstützpunktes aus Stuttgart. Dabei soll gleich ein Sieg her. FOTO: Schwinn
Lebach. Die Volleyballerinnen des TV Lebach starten an diesem Sonntag zu Hause gegen Stuttgart in die neue Saison der 3. Liga Süd. Trainer Philipp Betz würde im zweiten Drittliga-Jahr des Vereins gerne Rang sieben aus der Vorsaison bestätigen. Von Philipp Semmler

Das Fieber bei den Volleyballerinnen des TV Lebach steigt. Das zweite Jahr in einer höheren Liga soll einer alten Binsenweisheit nach ja immer das schwerste sein. Für die Volleyballerinnen des TV Lebach beginnt an diesem Sonntag ihre zweite Spielzeit in der 3. Liga Süd. In Floskeln flüchtet sich Trainer Philipp Betz bei der Frage nach dem Saisonziel aber nicht. „Wir wollen erneut den Ligaverbleib schaffen und die Platzierung der letzten Saison wiederholen“, sagt der Übungsleiter selbstbewusst. „Zudem würde ich gern eine positive Bilanz, also mehr Siege als Niederlagen, erreichen.“


Letzte Saison wurde sein Team Siebter – mit einem großen Vorsprung von neun Punkten auf den ersten Abstiegsplatz. Mit der positiven Bilanz klappte es allerdings nicht ganz. Neun Siege und elf Niederlagen standen am Saisonende zu Buche. Eine Verbesserung der Bilanz in dieser Saison scheint möglich, da die 3. Liga Süd in der Spitze wohl nicht mehr ganz so stark ist wie in der Vorsaison: Mit Meister VC Wiesbaden II, Vizemeister TV Waldgirmes und dem Tabellendritten TV Holz sind gleich drei Teams in die 2. Liga aufgestiegen. Und mit der TG Bad Soden kam nur ein Absteiger aus der höheren Spielklasse neu in die 3. Liga Süd.

In die neue Saison startet Lebach mit einem leicht veränderten Kader. Nicht mehr mit dabei ist Zuspielerin Katharina Hanke. Sie hat sich Zweitliga-Aufsteiger Holz angeschlossen. Außenangreiferin Janina Steil hat ihre Karriere beendet. Elena Weißhaar und Emely Zapp werden ein Jahr pausieren.



Den vier Abgängen stehen zwei externe Neuzugänge und drei aus dem eigenen Nachwuchs gegenüber. Die 16-jährige Zuspielerin Lena Reckstadt ist vom TV Holz II gekommen, Außenspielerin Marie Menke von Verbandsligist TV Quierschied. Zuvor spielte die 24-Jährige Menke unter anderem in ihrer schleswig-hol­steinischen Heimat für den Kieler TV in der Regionalliga. „Marie wird wohl gleich spielen, Lena braucht noch ein paar Wochen“, sagt Betz.

Verstärkung gab es für seine Mannschaft auch noch traditionell aus dem eigenen Nachwuchs: Allrounderin Mira Weber (18), die schon vergangene Saison einige Drittliga-Einsätze für Lebach absolvierte, wurde von der zweiten Mannschaft des Clubs fest in die „Erste“ befördert. Zudem wurden auch die Talente Mira Bohlen (16) und Vanessa Kunst (14) mit einem Spielrecht für das Drittliga-Team ausgestattet.

Die „Feuertaufe“ für das neu formierte Team steht an diesem Sonntag um 15 Uhr in der Lebacher Sporthalle in der Dillinger Straße gegen das Team des Bundesstützpunkts MTV Stuttgart an. Die Schwaben waren vergangene Saison mit nur sechs Punkten Tabellenletzter. Stuttgart musste aber dennoch nicht in die Regionalliga runter, weil Teams von Bundesstützpunkten nicht absteigen können.

Lebach ist in der Auftaktpartie in der Favoritenrolle. Das sieht auch Betz so. „Wenn wir das Ding verbocken, dann gibt es von mir einen auf den Deckel“, erklärt er lachend. Allerdings sollten seine Mädels nicht nur wegen dieser Ansage vor dem Gegner gewarnt sein: Vergangene Runde verlor Lebach in Stuttgart mit 2:3.

Die Generalprobe vor dem Liga-Auftakt verlief für den TV übrigens erfolgreich. Am vergangenen Wochenende gewann der Drittligist sein letztes Vorbereitungs-Turnier im luxemburgischen Diekirch. Im Finale gab es einen 2:1-Erfolg gegen die Gastgeberinnen, die amtierender luxemburgischer Vizemeister sind. Die Lebacherin Anita Nawrat wurde dabei zur besten Spielerin gewählt – und das obwohl sie auf einer neuen Position ans Netz ging. Nach dem Abgang von Hanke nach Holz wird Nawrat diese Saison nicht mehr als Angreiferin oder Libera, sondern als Zuspielern agieren.

Eine Woche nach dem Saisonauftakt steht für Lebach übrigens das vielleicht brisanteste Ligaspiel auf dem Programm: Dann geht es am 22. September um 18.30 Uhr zum Saarderby beim Aufsteiger und Dauerrivalen SSC Freisen.