Volksfeststimmung in Lebach

Die Grüne Woche in Lebach fand gestern ihren Abschluss mit dem Mariä Geburtsmarkt. Die Innenstadt war voll, Parkplätze gab es nur noch wenige. Besucher und Händler zeigten sich zufrieden.

Händler und Besucher schauten immer wieder zum Himmel. Hoffnungsvolle Blicke: Hält das Wetter? Viele zitterten an den Ständen und beim Schlendern durch die Innenstadt, der kalte Wind ließ manchen frieren. Aber wem es zu kalt wurde, der konnte sich ins Festzelt am Rathaus zurückziehen, wo es um 11 Uhr traditionell den Fassanstich und damit die Eröffnung des Mariä Geburtsmarktes gab. Diesmal vom neuen Bürgermeister der Stadt Lebach, Klauspeter Brill, selbst durchgeführt. "Dies ist ein besonderes Ereignis, zum ersten Mal die Grüne Woche für mich als Bürgermeister." Und er machte seine Sache gut. Mit drei zarten Schlägen schlug er das Fass an, was die Zuschauer im voll besetzten Zelt mit Applaus quittierten. Vor dem Startschuss im Zelt hatte sich schon viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft am Stand der Kreissparkasse Saarlouis und der Saarbrücker Zeitung blicken lassen.

Dass der Mariä Geburtsmarkt der höchste Feiertag im Jahr ist, zeigte sich auch an den Besuchern. Angelika Höhn reist extra aus München für dieses Ereignis nach Lebach. "Und das seit 25 Jahren", verriet Brill bei seiner Begrüßung im Zelt.

Aus Obersalbach kamen Mutter und Tochter nach Lebach, um sich den Markt anzuschauen. "Aber vor allem wegen der Kinderhilfe Chillan, für die wir Zehn-Cent-Stücke gesammelt haben, sind wir hier." Die Kinderhilfe feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen und rief in der Fußgängerzone zu einer Spendenaktion auf. Damit will sie Kindern in Chile und Togo helfen. Die beiden Frauen erstanden außerdem mehrere Tücher. Ansonsten waren Blumenzwiebel und Haushaltwaren gefragte Marktstücke. Eine Dame aus Aschbach war auf der Suche nach Einmachringen.

Gefragt waren auch Handarbeiten aus Filz. Ob es an den kühlen Temperaturen lag, dass hier vor allem nach Stulpen - Handschuhen ohne Finger - geschaut wurde, vermag man nicht zu sagen.