Vielfältig war das Angebot, bloß der Herbst drückte ein wenig auf die Stimmung

Vielfältiges Angebot : Selbst der Regen konnte die Besucher nicht abhalten

Vielfältig war das Angebot, bloß der Herbst drückte ein wenig auf die Stimmung mit trüb-regnerischem Wetter. Trotzdem flanierten am Sonntag noch erstaunlich viele Besucher über den 18. Herbst- und Bauernmarkt des Verkehrsvereins Lebach.

Von 10 bis 18 Uhr boten die Stände Früchte aus Feld und Garten an. Aber auch Haushaltswaren, Geschenkideen und vieles mehr. Der Markt erstreckte sich vom Hallenbad über den Marktplatz und an den beiden Verkehrskreiseln entlang. Er steht in der Tradition jahrhundertelanger Märkte, auf denen sich die Menschen in Zeiten ohne Supermärkte versorgt hatten. Angeboten wurden Federweißer, Zierkürbisse mit aufgemalten Gesichtern, Liköre aus Zerf und spanische Salami an einem Stand aus Überherrn.

Ein nostalgischer Citroën-Transporter war als Gewürzstand ausgestattet. Landfrauen aus Dirmingen hatten Kartoffel-Speck-Waffeln auf der Karte und eine Käserei aus Hirzweiler dicke Käselaibe. Eine Bäckerei aus Reichenbach verkaufte frisches Musikantenbrot, aus Schmelz kam Honig in unterschiedlichen Varianten, aus Merzig Äpfel, Birnen und Zwetschgen. Süßes gab es an den Ständen, Saures und Würziges. Für den Hunger zwischendurch waren unter anderem auch Lyonerpfanne und Grillwurst im Angebot. „Wir machen das für die Tradition“, erklärten Frauen der Theatergruppe Wiesbach. Vor sich hatten sie einen alten Bollerwagen, darauf ein Steingutfass mit Sauerkrauthobel. Etwa sechs Wochen dauere es, bis das in Streifen geschnittene Kraut ausreichend gegärt habe.

„Dann gibt es an Weihnachten Sauerkraut.“ Rings um den Markt hatten von 13 bis 18 Uhr zahlreiche Geschäfte geöffnet. Im vorderen Bereich des Marktplatzes waren Tische mit Pilzen aufgebaut. Dort informierten Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Mykologie über essbare aber auch ungenießbare und gefährliche Arten.

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