Pfarrbüro Lebach : Lebacher Pfarrbüro zieht nach nebenan

Das Pfarrbüro in Lebach ist umgezogen und zwar in das daneben liegende ehemalige Schwesternhaus. In dessen Räumen war bis vor ein paar Jahren die Caritas-Sozialstation untergebracht, die aus Platzmangel in die Fußgängerzone umgezogen ist.

Da zu dieser Zeit bereits die Umstrukturierung der Pfarreien im Bistum Trier zur Diskussion stand, wurde seitens der Pfarrei Lebach auf eine weitere Vermietung verzichtet. Man wollte sich die Räume direkt neben dem Pfarrhaus frei halten. Da Lebach Pfarrsitz für die Großpfarrei wird (wir berichteten), werden nun diese Räume für das neue Pfarrbüro genutzt.

In dem ehemaligen Schwesternhaus werden nun die Pfarrsekretärinnen ihre Büros haben, ein großer Besprechungsraum steht zur Verfügung, ein Raum wird fürs Archiv genutzt. Die Fenster und Türen wurden aufgearbeitet, die Böden neu verlegt und die Wände gestrichen sowie die sanitären Anlagen saniert. 50 000 Euro wurden dafür investiert, erklärt Pfarrer Hermann Zangerle beim Rundgang. Dazu gibt es Zuschüsse von Trier. Nochmals 15 000 bis 20 000 Euro mussten in die Technik und das Mobiliar investiert werden.

Das Pfarrhaus bleibt Dienstsitz des Seelsorgeteams. Bisher hatten Kooperator Andreas Müller und Diakon Jürgen Johann ihre Büros zu Hause. Das ändert sich nun. Sie beziehen nun Räume im Pfarrhaus. Beide Häuser sind mit Glasfaser verbunden. Im historischen Kalender von 2008 schreibt Egon Gross, dass das Gebäude in der Pfarrgasse 9 in seinem Kern aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Eigentümer war damals Johannes Steimer, der in Lebach eine Gastwirtschaft und einen Lebensmittelladen betrieb. Er betätigte sich auch als Bauunternehmer und war bis zu seinem Tod 1842 über 50 Jahre Kirchenrechner der katholischen Kirchengemeinde Lebach.

Das Haus war auch das Geburtshaus der Ordensgründerin Schwester Honorine, eine Enkelin von Johannes Steimer. Sie gründete 1866 in Würzburg die Kongregation des Allerheiligsten Erlösers.

Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Haus in Besitz des Katasterbeamten Rudolph Vollrath, und im Jahr 1919 wurde es von der katholischen Kirchengemeinde erworben und in der Folge zum Schwesternhaus umgebaut.

Seit Montag, 6. Mai, ist das Pfarrbüro wieder geöffnet.