Ausverkauftes Haus : Theatergruppe Landsweiler überzeugt mit „Adel verpflichtet“

(kü) Ausverkauftes Haus, und das viermal. Die Theatergruppe Landsweiler konnte auch in diesem Jahr mit der englischen Komödie „Adel verpflichtet“ über 500 Zuschauer an vier Abenden in ihren Bann ziehen.

Immer professioneller geht die Truppe Jahr für Jahr an die Arbeit. Die Zuschauer erwartet nicht nur ein Theaterstück, auch werden sie gleichzeitig zu einem passenden Essen eingeladen. Königlich musste der Aperitif bei dieser Komödie sei. Ein Kir Royal stimmte zu Beginn schon ein. Nach dem ersten Akt folgte ein Landhaus-Diner, und nach dem zweiten Akt dann die Nachspeise, Mylord und Mylady genannt. Auch der Pfarrsaal war dem Thema entsprechend dekoriert. Überall hingen Banner und Fähnchen in den Farben des Union Jack, (Papp)Ritter begrüßten am Eingang die Gäste. Die Bühne musste für die Komödie neu gestaltet werden, arm und bankrott aussehen, schließlich war bis auf wenige Möbelstücke alles verpfändet worden.

Doch die wenigen verbleibenden Requisiten wurden gekonnt eingesetzt. Ob die bestellten Mörder im Schrank versteckt wurden, nachdem sie mit einem nicht gepfändeten Golfschläger nieder geschlagen wurden, oder ob das Bild von Tom Miau Miau, Katze in dritter Generation, von der Wand fiel, oder eine Ladehemmung den Selbstmord verhinderte, für mehrere Stunden wurden die Zuschauer in eine andere Welt versetzt. Sehr viel Mühe hatte sich die Theatergruppe auch mit der musikalischen Untermalung gemacht. Ob das Knarzen der Schranktür, die Geisterbeschwörung oder ein Schuss ertönen musste, die Technik hatte alles im Griff. Nur das Miauen der Katze, von allen Mistvieh genannt, war „echt“. Lang anhaltender Applaus war dann auch der Lohn für die monatelange Probearbeit.