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Thalexweiler Bürger dürfen aufatmen

Die Bauarbeiten an der Durchgangsstraße in Thalexweiler sollen morgen abgeschlossen werden. Unser Archivfoto zeigt Tiefbauarbeiten in der Ortsmitte. Foto: Fred Kiefer
Die Bauarbeiten an der Durchgangsstraße in Thalexweiler sollen morgen abgeschlossen werden. Unser Archivfoto zeigt Tiefbauarbeiten in der Ortsmitte. Foto: Fred Kiefer FOTO: Fred Kiefer
Thalexweiler. Bei der Bürgerversammlung im Dezember 2014 hieß es, dass zur Sanierung der B 269 in Thalexweiler zwei Jahre notwendig seien. Nach 24 Monaten wurde jedoch immer noch gearbeitet. Die Verzögerungen erklären Arno Graf von der VEL und Raffaele Antinoro vom Ingenieurbüro Paulus und Partner. Fred Kiefer

Die frohe Botschaft für die Bürger von Thalexweiler vorneweg: Laut Mitteilung des Ver- und Entsorgungszweckverbandes Lebach (VEL) soll die Baumaßnahme zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt Thalexweiler an diesem Mittwoch fertiggestellt werden.

Nachdem die Arbeiten zur Sanierung der Durchgangsstraße von Aschbach zügig abgeschlossen wurden, begann im Januar 2014 die Generalsanierung der Bundesstraße 269 in Thalexweiler . Es war ein dicker Brocken an Arbeit, der für die Erneuerung der 1,5 Kilometer langen Ortsdurchfahrt des Aschbacher Nachbarortes von mehreren Maßnahmeträgern gleichzeitig angepackt werden musste (wir berichteten).

"Der Teufel steckte im Detail"

Der VEL war mit dem Entsorgungsverband Saar für die Erneuerung der Mischwasserkanäle samt der Hausanschlüsse verantwortlich, das Landesamt für Straßenbau (LfS) für die Straßendecke mit Unterbau, die Stadt Lebach für die Gehwege und die Wasserversorgung Ostsaar für die Erneuerung der Wasserleitungen. Oberster Bauherr war der VEL, der zugleich mit 2,3 Millionen Euro den höchsten Anteil der Gesamtkosten tragen muss. Dessen Geschäftsführer Arno Graf führt die Verzögerung um neun Monate bei der Fertigstellung auf folgende Hauptursachen zurück: Wegen der andauernden Regenfälle zwischen Mitte Mai und Juli dieses Jahres mussten die Mitarbeiter der Ottweiler Baugesellschaft (OBG) mehrere Schichten ausfallen lassen. Zudem sorgte der kaputte Unterbau der Durchgangsstraße für unvorhergesehene Mehrarbeit. Graf merkte wörtlich an: "Der Teufel steckte im Detail".

Der für Tiefbaumaßnahmen beim Planungsbüro Paulus und Partner zuständige Bautechniker Raffaele Antinoro verwies auf die hohe Verkehrsdichte, die zu Einschränkungen bei der Arbeit geführt habe.

Ortsvorsteher Stefan Schmitt meinte, "vor allem die Gewerbetreibenden werden jetzt aufatmen".

Meinung:

Das Geduldsspiel hat ein Ende

Von SZ-Redakteurin Astrid Dörr

Die Thalexweiler mussten einen langen Atem haben. Nachdem sie vor fast zwei Jahren informiert worden waren, haben sie es nun geschafft. Sie wussten, was auf sie zukommt, aber Theorie und Praxis liegen nun mal weit auseinander. Als Grund für die Verzögerung von fast neun Monaten (im Februar sollte die Baumaßnahme abgeschlossen sein) wird unter anderem das Wetter genannt. Mag sein, das konnte auch jeder sehen. Aber dass der Unterbau der Straße so schlecht war, habe man vorher nicht vorhersehen können, lasse ich nicht gelten. In Zeiten moderner Technik hätte man hier vorher schon Einblick haben können. Und dass die B 269 eine viel befahrene Bundesstraße ist, ist nichts Neues.