| 20:29 Uhr

Kappensitzung in Lebach
Tänzerisches Feuerwerk und spitze Zunge

Eine grandiose Eröffnung der Kappensitzung legten die Trolle der Minigarde aus Lebach hin.
Eine grandiose Eröffnung der Kappensitzung legten die Trolle der Minigarde aus Lebach hin. FOTO: Carolin Merkel / Merkel Carolin
Lebach. In der Lebacher Stadthalle war das Narrenvolk bei der ersten Kostüm-Kappensitzung von Anfang an von der Rolle.

Ob dieser erste Auftritt des Abends noch zu überbieten sein würde? Diese Frage drängte sich am Samstagabend bei der ersten Kostümkappensitzung in der gut besuchten Stadthalle in Lebach nach dem Tanz der Minigarde wohl so manchem Gast auf. Denn, nicht nur die tolle Musikauswahl, sondern auch die wunderschönen und phantasievollen Troll-Kostüme, die mitreißende Choreografie und nicht zuletzt die zuckersüßen Tänzerinnen, die jüngsten aus dem Carnevalsverein Lebach, sorgten tatsächlich dafür, dass das Narrenvolk bereits nach dem ersten Programmpunkt völlig aus dem Häuschen war. Und eins war Sitzungspräsident Thomas Bauer und seinen Elferratskollegen, die auf der Bühne gemeinsam mit den Tollitäten der Session Platz genommen hatten, sofort klar: Ohne Zugabe konnten sie den tänzerischen Karnevalsnachwuchs nicht von der Bühne lassen.



Sehr viel ruhiger, fast nachdenklich, kam da ganz im Gegensatz zum tänzerischen Feuerwerk zum Einstieg in den langen Abend der erste Büttenredner daher. Harald Winter hatte sich getreu des Sessionsmottos „Vorhang auf, Manege frei für Narrenspiel und Gaukelei“ in den vergangenen Monaten weltweit umgeschaut und hielt so manchem Narren wie Erdogan, Trump oder auch der SPD, aber auch den Verantwortlichen rund um den Diesel-Skandal den Narrenspiegel vor Augen. Bei ihm beeindruckten nicht die lauten Brüller nach plumpen Witzen, vielmehr erhielt er für seine spitze Zunge, aber auch fürs genaue Hinschauen viel Beifall vom Publikum. Das musste aber nicht lange warten, bis die Lachmuskeln strapaziert wurden.

Mit viel Humor und temperamentvoller Sangeskraft präsentierte Jeanine Simon ihre ganz eigene Version des Sommerhits „Despacito“ und erhielt mächtig viel Beifall aus dem Saal, die Zugabe war obligatorisch.

Die Stadthalle hatte sich dank der guten Beiträge schon früh zu einer echten Narrhalla verwandelt, das Narrenvolk war sichtlich bereit, bis tief in die Nacht zu feiern. Mit der bunten Mischung aus Tänzen, Reden und Musik hatten die Akteure des CVL ein kurzweiliges Programm gestrickt, das für jeden Narren das Passende auf die Bühne zauberte.

(cim)