Standorte für Anlagen waren Hauptthema im Lebacher Stadtrat

Standorte für Anlagen waren Hauptthema im Lebacher Stadtrat

Lebach. Mindestens ein Jahr wird es dauern, bis die Planungen für Windkraftanlagen in Lebach stehen. In der Sitzung des Lebacher Stadtrates stellte die Gesellschaft für Lebensraumgestaltung, Argus Concept, die ersten Pläne zur Steuerung der Windenergienutzung in der Kommune vor

Lebach. Mindestens ein Jahr wird es dauern, bis die Planungen für Windkraftanlagen in Lebach stehen. In der Sitzung des Lebacher Stadtrates stellte die Gesellschaft für Lebensraumgestaltung, Argus Concept, die ersten Pläne zur Steuerung der Windenergienutzung in der Kommune vor.Vorab erläuterte Bürgermeister Arno Schmidt, dass die bisher geltenden Windvorranggebiete aufgehoben werden, nur in diesen Bereichen konnten Anlagen errichtet werden. Die Kommunen sind nunmehr gehalten, selbst Flächen ausweisen. Schmidt wies weiterhin darauf hin, dass die Gemeinden keine Verhinderungspläne aufstellen dürfen nach dem Motto: Bei uns gibt es keinen Wind.

Argus Concept stellte in der Sitzung die ersten Planungen vor. Zwölf Flächen wurden aufgelistet, auf denen möglicherweise Windräder aufgestellt werden könnten. Dabei wurden ökologische Kriterien wie zum Beispiel geschützte Biotope und Überschwemmungsgebiete berücksichtigt. Aber auch Vorranggebiete wie für Gewerbegebiete, Naturschutz oder Hochwasserschutz wurden ausgeklammert, um einige zu nennen.

Die zwölf ausgewählten Plätze erstrecken sich über insgesamt 270 Hektar. Es sind dies: Steinhaus, an der Grenze zu Eppelborn und Heusweiler, 800 Meter von Landsweiler entfernt; Gohlocher Wald, um das ehemalige Munitionsdepot; Am Nordschacht, 800 Meter bis Falscheid, 300 Meter bis zum RAG-Gelände; Lindenacht an der Grenze zu Primsweiler; Am Bruchwald, hinter Tanneck, Richtung Schmelz; Lachenberg, westlich von Niedersaubach; Ellerwald/Gehemm, nordwestlich von Gresaubach, Richtung Schmelz; Großwald, nördlich Dörsdorf; Dörrenbacher Wald, östlich von Thalexweiler; Stockland, westlich von Aschbach, Grenze zu Eppelborn; Steinberg, nördlich von Gresaubach; Großer Spechenwald, westlich von Aschbach und Thalexweiler, östlich von Rümmelbach.

Diese Vorschläge werden nun in den einzelnen Ortsräten beraten. Eventuelle Einschränkungsmöglichkeiten können dann eingebracht werden. Der Flächennutzungsplan werde seitens der Kommune großräumig ausgewiesen, mit den Investoren werden genaue Standpunkte abgesprochen. Diese Pläne werden wiederum in die Ortsräte kommen. Auch plant die Stadt Lebach zwei Bürgeranhörungen.

Wie bereits erwähnt, darf es keine Verhinderungstaktik geben. Als Richtlinie gelte, dass ein Fünftel bis ein Drittel der Anlagen in die Planung aufgenommen werden müssen. Wie viele Anlagen aufgestellt werden, ist noch unbekannt. Die Windräder werden eine Nabenhöhe von 110 bis 140 Metern haben, mit den Rotorblättern um die 180 Meter. "Die Kommunen sind gehalten, selbst Flächen ausweisen."

Bürgermeister Arno Schmidt