Standort Lebach nach vorne bringen

Standort Lebach nach vorne bringen

Wo der Schuh in Sachen Wirtschaft drückt, wollte Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill beim ersten Runden Tisch im Rathaus wissen. Der Besucher-Zuspruch war groß, und so wurde angeregt diskutiert.

Mit seiner Runder-Tisch-Offensive hat der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill offenbar den richtigen Nerv getroffen. Zum "1. Runden Tisch Lebacher Wirtschaft" strömten mehr als 80 Handel- und Gewerbetreibende aus der Stadt ins Rathaus. Toni Bartz, Amtsleiter Wirtschaftsförderung, wertet diesen großen Zuspruch als Erfolg. Das zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei. "Klasse Idee, wann gab es so etwas schon mal", kommentierte Achim Scherer, der ein Autohaus in Thalexweiler betreibt. Rudi Herrmann, der für einen Versicherungskonzern tätig ist, freute sich, "Impulse zu erhalten, wie man den Standort Lebach nach vorne bringen kann". Matthias Stroh, Betreiber einer Metzgerei in der Fußgängerzone, will zunächst mal "schauen, was in Lebach passiert", auch er zeigte sich zuversichtlich.

Bürgermeister Klauspeter Brill will mit der Initiative "Runder Tisch Lebacher Wirtschaft", immerhin zählt man in Lebach 890 Handel- und Gewerbetreibende , in Erfahrung bringen, "wo der Schuh drückt. Erst wenn ich das weiß, kann ich agieren". Er räumte ein, dass die Stadt finanziell nicht auf Rosen gebettet sei, dass dies aber kein Grund sei, "den Kopf in den Sand zu stecken". In die gleiche Richtung argumentierte Harald Biesel vom Arbeitsamt Saarlouis, der meinte, man müsse die vorhandenen Potenziale der Stadt ausschöpfen. "Lebach hat alles."

Brill sprach sich dafür aus, das Interesse der Bürger an ihrer Stadt zu erhalten, "Imageverbesserung". Hierzu nannte er einen Strauß von Maßnahmen wie zum Beispiel die Förderung und den Ausbau der Wirtschaft, der Infrastruktur, der Freizeiteinrichtungen und des Gesundheitssektors. Dabei sei neben Geld auch die Fantasie nötig. In diesem Zusammenhang lobte er das vorbildliche Engagement der insgesamt 80 Vereine in der Stadt, deren ehrenamtliche Protagonisten mit Einsatz viel bewegen.

Der Runde Tisch sei nur ein erster Schritt. Er wünsche sich, dass diese Initiative sich etabliert und als regelmäßige Veranstaltung Plattform für Impuls gebende Kommunikation werden könne, sagte Brill.

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