| 20:50 Uhr

Staffel-Triathlon
Der Seriensieger fehlt – und viele andere auch

Als Erster ging Jannik Jacob (links) vom BBZ Merzig I auf die Radstrecke – vor Christian Schulz von der LLG Wustweiler.
Als Erster ging Jannik Jacob (links) vom BBZ Merzig I auf die Radstrecke – vor Christian Schulz von der LLG Wustweiler. FOTO: Ruppenthal
Lebach. Staffel-Triathlon der Kommunen in Lebach leidet unter akutem Teilnehmerschwund. Berufsfeuerwehr Saarbrücken siegt. Von David Benedyczuk

In Abwesenheit der fünffachen Seriensieger aus der Gemeinde Eppelborn durften beim siebten Staffel-Triathlon der Kommunen in Lebach am Samstag andere die Lorbeeren ernten. Allen voran das Trio der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, das am Samstag mit Schwimmer Stefan Weber, Thorsten von dem Broch auf dem Rad und Dennis Kühn auf der Laufstrecke in 57:55 Minuten das schnellste Team stellte. Mit einer guten Minute Vorsprung vor den Verfolgern erreichte Schlussläufer Kühn den Zielbereich vor dem großen Festzelt in der Lebacher Fußgängerzone. 


„Es lief für uns wunderbar, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet“, sagt Weber, der den Kollegen nebenan im Hallenbad mit seiner starken Leistung im Becken eine gute Ausgangslage verschafft hatte: „Ich bin mit meinen 53 Jahren ja nicht mehr der Spritzigste im Wasser. Als Vierter lief es aber überraschend gut“, verriet der Routinier aus Wustweiler. Danach ließ sich sein 29-jähriger Mitstreiter von dem Broch auf dem Rad auch nicht von erschwerten Bedingungen beirren: „Die Radstrecke war an sich schon anspruchsvoll. Ich habe mir auf den letzten drei Kilometer dann noch einen Plattfuß eingefangen“, schilderte der Köllerbacher sein Missgeschick, das der Saarbrücker Kühn aber auf der Laufstrecke über sechs Kilometer und vier Runden durch die Stadt ausbügelte.

Als Zweiter folgte ihm Bastian Jäcker vom Team „LLG Wustweiler“. Das durfte sich über den Sieg im Mixed-Wettbewerb freuen. Denn vor Radler Christian Schulz war bereits Michele Schwarz beim Schwimmen angetreten. „Dass es zum Sieg reicht, hätte ich nie erwartet“, sagte die 20-Jährige, die entsprechend gut gelaunt war: „Wir werden jetzt ein wenig feiern.“



Das dürfte auch das schnellste reine Damen-Trio noch getan haben. Obwohl Silke Kruchten, die das Team des Umweltministeriums mit Barbara Walz und Elisa Meischberger auf Platz eins führte, zum „Wie“ zunächst keine Antwort parat hatte: „So gut haben wir noch nie abgeschnitten und daher gar nicht mit dem Erfolg gerechnet“, sagte Kruchten.

Den Veranstaltern vom saarländischen Innenministerium und der Saarländischen Triathlon-Union (STU) war angesichts der Teilnehmerzahl nicht so sehr zum Lachen zumute: Mit 38 Teams gingen 20 weniger als im Vorjahr an den Start. „Es war leider viel weniger los als in den vergangenen Jahren. Warum das so ist, weiß ich nicht. Es war wieder super organisiert, das Wetter ist wunderbar – für uns hat es sich jedenfalls gelohnt“, sagte Bastian Hoppstädter vom Team der Gemeinde Schmelz – der mit dieser Meinung nicht alleine stand. Auch Barbara Walz vom siegreichen Frauenteam fand: „Es hat wieder viel Spaß gemacht – und war eine runde Sache.“

 Karlheinz „Fips“ Wagner, der mit den Kollegen der LTF Marpingen abermals mit der Umsetzung des Triathlons betraut war, mutmaßte: „Vielleicht sollte man sich beim Ministerium Gedanken über die Pressearbeit machen und das Ganze nächstes Jahr etwas aktiver bewerben.“ Die Sieger von der Berufsfeuerwehr wollen dem Ministerium schon mal Arbeit abnehmen: „Organisation, Wetter: Es hat eigentlich alles bestens gepasst. Warum heute nur so wenige da waren, weiß ich nicht. Wir selbst werden aber daran arbeiten, dass wir nächstes Jahr nicht nur ein Team stellen“, versprach Stefan Weber.