Stadtrat Lebach : Es grünt so grün auf dem Lebacher Rathausdach

Auf den Flachdächern des Rathauses und der Polizei wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Weitere Flachdächer werden saniert und zu Gründächern. Dies hat der Stadtrat Lebach einstimmig beschlossen.

(ab) Die Stadt Lebach trägt künftig aktiv zum Klimaschutz bei. Wie das geht? Der Lebacher Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, auf den Flachdächern des Rathauses über dem dritten Obergeschoss und der Polizei eine Photovoltaikanlage zu errichten. Damit sollen die laufenden Kosten reduziert und das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid eingespart werden. Die Investitionskosten einer solchen Anlage belaufen sich auf zirka 35 000 Euro brutto.

Im September 2018 hat der Stadtrat das integrierte energetische Quartierskonzept für die „Innenstadt Lebach“ beschlossen. Ein wichtiges Handlungsfeld ist die Aktivierung der Dachflächen. Die vorhandene Flachdachstruktur eignet sich sowohl für Solarmodule als auch als Gründach. Um als Stadt eine Vorbildfunktion einzunehmen, sollte daher die Umsetzung einer solchen Anlage auf dem zu sanierenden Flachdach über dem dritten Obergeschoss der Polizei sowie auf dem angrenzenden Flachdach des Rathauses beschlossen werden. Eine Kombination der beiden Maßnahmen ist wegen der statischen Verhältnisse nicht möglich. Deshalb muss der Kies auf dem bereits sanierten Bereich des Rathausdaches entfernt werden. Die beiden Flachdächer über dem ersten Obergeschoss werden begrünt, da sie für eine Photovoltaiknutzung nicht geeignet sind: dort ist mehr Schatten als Sonne. Das Gründach hat den Vorteil, dass es im Sommer als Wärmeschutz dient und das Gebäude sich an heißen Tagen weniger aufheizt. Die Flachdachabdichtungen der unsanierten Dächer des Rathauses (1. OG) mit Polizei (1. und 3. OG) befinden sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand, da es immer wieder zu Wassereinbrüchen kam.

Das Verbrauchsprofil des Rathauses mit einem jährlichen Strombedarf von zirka 140 000 Kilowatt passt zu einer Photovoltaikanlage, dadurch ist gewährleistet, dass ein Großteil des erzeugten Stroms direkt im Rathaus verbraucht werden kann.

Der überschüssige Strom wird ins öffentliche Netz gespeist und vom Netzbetreiber vergütet. Durch eine solche Anlage können 13 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Geht man von einer Nutzungsdauer von 30 Jahren aus, könnten damit zirka 384 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die Einsparungen belaufen sich auf geschätzte 2500 Euro pro Jahr und nach ersten Rechnungen auf zirka 10 000 Euro nach der Finanzierungsphase (nach zirka zehn Jahren).

Das Innenministerium hat im April eine Genehmigung der Photovoltaikanlage in Aussicht gestellt, so dass der Kreditrahmen der Stadt nicht zusätzlich belastet würde.

Mehr von Saarbrücker Zeitung